Bredstedt : Abriss ist beschlossene Sache

Die Wohnblocks sind nur noch Ruinen. Anfang 2018 sollen hier die Bagger rollen.
Die Wohnblocks sind nur noch Ruinen. Anfang 2018 sollen hier die Bagger rollen.

Die Bredstedter Stadtvertretung genehmigt den Vertrag über den Kauf der drei ehemaligen BGS-Blocks.

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10. Dezember 2017, 17:00 Uhr

„Es gehört uns“, sagte Knut Jessen gestern auf Nachfrage unserer Zeitung, und in seiner Stimme schwang Erleichterung mit. Am Donnerstagabend genehmigte die Bredstedter Stadtvertretung im nichtöffentlichen Teil ihrer Sitzung den Vertrag über den Kauf der drei ehemaligen BGS-Blocks. Bereits im öffentlichen Teil hatte Bredstedts Bürgermeister kurz in zwei Sätzen von der Unterzeichnung des Vertrags berichtet: Die sei am vergangenen Montag (4.) um 13.10 Uhr erfolgt. Jetzt, nach der Zustimmung durch die Stadtvertreter, könne es endlich weiter gehen, so Jessen gestern.

Die drei Wohnblocks – sie stehen auf einem 1,3 Hektar großen Areal - wurden einst für die Angehörigen des Bundesgrenzschutzes und deren Familien errichtet. Sie stehen seit langem leer, sind nur noch Ruinen und für die Anwohner in den umliegenden Baugebieten auch optisch eine Belastung. Der Abriss der Blocks ist beschlossen. „Jetzt folgt die Ausschreibung für die Abrissunternehmen“, so der Bürgermeister. Anfang nächsten Jahres können dann auf dem Gelände die Bagger rollen.

Die frei werdende Fläche – gemeinsam mit dem 1,2 Hektar großen Grundstück bis zur Straße Am Mühlenberg stehen insgesamt 2,5 Hektar zur Verfügung – werden im Rahmen eines B-Plans erschlossen, verkauft und bebaut. „Dort, wo bereits Straßen zwischen den Blocks durchführen – das sind Am Bornbek und die Broder-Lorenz-Nissen-Straße – ist das natürlich relativ unkompliziert und ein Verkauf schneller möglich.“

Zum Kaufpreis: Die Stadt Bredstedt übernimmt von der BIMA die Hypotheken und steigt in den Vertrag ein. Sie zahlt die einst für die Grenzschutzbeamten gedachten, günstigen Bundesdarlehen zinslos 60 Jahre lang mit jährlich 20.000 Euro ab. „Weiterhin kommen Grunderwerbssteuer und die Abrisskosten auf uns zu“, so Knut Jessen.

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