Arbeiten an der Soholmer Au : Ablauf sicherstellen

Der Spülbagger im Einsatz.  Foto: Dieter Wrege
Der Spülbagger im Einsatz. Foto: Dieter Wrege

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12. Oktober 2008, 06:56 Uhr

Niebüll | Auf einem Abschnitt der Soholmer Au zwischen Ost-Bargum und Sande laufen zurzeit Baggerarbeiten. Das teilte Thies Horn, Geschäftsführer des Deich- und Hauptsielverbandes Südwesthörn-Bongsiel (DHSV), mit. Bei der Maßnahme werden 15.000 Kubikmeter Sedimente aus dem Grund des Wasserlaufs geholt. Die Kosten betragen 230.000 Euro. Soholmer und Lecker Au entwässern auf einem Gebiet von 72.000 Hektar zwischen Flensburg und der Küste, leiten überschüssiges Niederschlagwasser in die Nordsee weiter. Die beiden Auen münden in Nordwaygaard (Gemeinde Dagebüll) in den Bongsieler Kanal, der westlich des Schöpfwerks "Amtmannseck" in den Schlüttsiel übergeht.
"Bis heute haben sich ca. 90.000 Kubikmeter Sand abgelagert."
Die Baggerarbeiten sind nach den Worten Horns notwendig, um einerseits den Abfluss des Wassers sicherzustellen und andererseits wieder genügend Speicherraum zu schaffen, der durch die von der Geest herangeschwemmten Sand-Ablagerungen zunehmend reduziert worden ist. "Bis heute haben sich schätzungsweise 90.000 Kubikmeter Sand in der Au abgelagert", erklärte der Geschäftsführer. Der Bagger einer holländischen Spezialfirma wird einen etwa 1.500 Meter langen Au-Abschnitt zwischen Bargum und der B 5-Brücke bis auf die Ausbausohlentiefe hinunter ausräumen. Das Baggergut wird auf ein vom DHSV angepachtetes

4,5 Hektar großes Spülfeld geleitet. Diese Fläche wird bis zu 30 Zentimeter hoch vom ausgespülten Material bedeckt und kann danach wieder landwirtschaftlich genutzt werden - in guter Qualität, wie Geschäftsführer Thies Horn auf Grund bisher gemachter Erfahrungen berichtete.

Vor Inangriffnahme der Baggerarbeiten sei auch sichergestellt worden, dass die ökologischen Vorgaben erfüllt werden, heißt es aus dem Deichbauamt Niebüll. Von der Maßnahme profitieren Wasser- und Landwirtschaft und damit auch die Bevölkerung der Region.

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