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Vollsperrung zerteilt Husum : Abkürzung durch die Engstelle

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Durch die Vollsperrung von Teilen der Schobüller Straße ist die Porrenkoogstraße der schnellste Weg in die Stadt – aber nur für schmale Autos.

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erstellt am 06.Sep.2017 | 08:00 Uhr

„Ich werd’ nicht über Hattstedt fahren“, grummelt der ältere Autofahrer und wühlt im Kofferraum nach Werkzeug, um den Poller in der Porrenkoogstraße umzuklappen. Er ist nicht der einzige, der sich über diesen Stopp in der Mitte der Fahrbahn ärgert. Durch die Vollsperrung von Teilen der Schobüller Straße in dieser Woche ist die Porrenkoogstraße der schnellste Weg, um aus Richtung Nordstrand in die Husumer Innenstadt zu kommen. Der ältere Mann ist allerdings auch nicht der einzige, der früher oder später merkt, dass man sich mit einem handelsüblichen Personenwagen auch am Poller vorbeiquetschen kann – siehe unser Foto eines anderen Autos.

Nachfrage beim Ordnungsamt: Warum kann der Poller diese Woche nicht umgeklappt werden? Bau- und Ordungsamt hätten wohl darüber nachgedacht, sagt Ordnungsamts-Chef Malte Hansen, sich aber letztendlich dagegen entschieden. „Wir hatten überlegt, den Busverkehr über die Strecke zu leiten“, sagt Hansen, „aber für solche Belastungen ist die Straße nicht gemacht.“ Schlussendlich habe man dann entschieden, auch den normalen Verkehr nicht dort entlang zu leiten – aus der Befürchtung heraus, dass dann auch viele Lastwagen und Busse diese Abkürzung nutzen, so Hansen. Und erlaubt ist die Fahrt am Poller vorbei natürlich auch nicht: Wer es trotzdem macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit, und wer das gute Stück aus Versehen rammt, eine Sachbeschädigung.

Gestern Abend kurz vor Redaktionsschluss stellte sich die Sachlage dann allerdings plötzlich anders da: Irgendjemand hatte den mittleren Poller umgelegt. Wer war es? Und ist das Passieren der Stelle damit legal geworden?

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