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Initiative der Landesregierung : Abc-Schützen: Plattdeutsch auf dem Stundenplan

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zehn Grundschulen aus Nordfriesland würden gern freiwillig Plattdeutsch in ihr Unterrichtsangebot aufnehmen. Das letzte Wort hat das Land, denn diese Initiative soll in Schleswig-Holstein auf 27 Schulen beschränkt bleiben. Über dieses Projekt wurde bei einer Mitgliederversammlung des Nordfriesischen Vereins in Dagebüll informiert. Die Kinder- und Jugendarbeit steht beim Verein im Mittelpunkt.

Vom Schuljahr 2014/2015 an soll es für 27 Grundschulen im Land Schleswig-Holstein ein freiwilliges, ergänzendes Unterrichtsangebot für Niederdeutsch geben. Das Ziel: Die Kinder im Sprechen und Verstehen von Plattdeutsch im Alltag zu stärken. Über dieses Thema berichtete die Vorsitzende des rund 5000 Mitglieder starken Nordfriesischen Vereins, Gudrun Fuchs, während der jüngsten Versammlung in Dagebüll. 47 Schulen haben sich im Rahmen einer Ausschreibung beim Land gemeldet, erzählte sie: „Davon sind zehn aus Nordfriesland.“ Wer in den Genuss dieser Initiative kommt, wird in der Landeshauptstadt entschieden.

Darüber, dass im vergangenen Jahr zahlreiche Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit sehr gut angenommen worden waren, freute sich Gudrun Fuchs in ihrer Bilanz. Insgesamt zeigten danach 177 junge Nordfriesen Interesse an dem vielfältigen Angebot: vom Tanzseminar mitsamt Auftritten über ein Sommercamp bis hin zu einem Plattdeutschen Wochenende. „Wir danken besonders den Betreuern für die Unterstützung.“

Erk Hassold berichtete für den Friesenrat. Nach dem Motto „Wer heute nicht sät, wird morgen nicht ernten“, sagte er, dass dem Projekt „Friesisch im Kindergarten“ keine Mittelkürzung bevorsteht. Ebenso sei das „Friisk Radio“ bis 2015 finanziert. Der Friesenrat teilt sich Fördergelder des Bundes mit den Saterfriesen (Ostfriesland) – jährlich stehen insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung, merkte Hassold an. Uwe Sönnichsen vom Vereinsausschuss für Küstenschutz plädierte mit Blick auf die Verstärkung der Deiche sowie die Orkantiefs „Christian“ und „Xaver“ in 2013 dafür, dass EU-, Bundes- und Landesmittel erhöht werden sollten. „Bevor es zur Katastrophe kommt, muss man handeln. Wir sollten eine Eingabe an die Kanzlerin schicken – mit Rückschein.“

Geschäftsführer Wolf-Rüdiger Konitzki stellte zur Jahresrechnung 2013 fest, dass die finanzielle Lage des Vereins „gut“ gewesen war. Der Haushalt für dieses Jahr hat ein Volumen von knapp 120.000 Euro – angemerkt ist im Plan, dass es wohl zu Mittelkürzungen des Bundes in noch nicht bekannter Höhe kommen wird, die sich dann auf die Programmangebote auswirken könnten – dazu gehören Jugendfreizeiten. Grund ist, dass sich Friesen und Saterfriesen die Berliner Mittel teilen müssen.

Wie arbeitet eigentlich der Redaktionsausschuss des Heimatkalenders „Zwischen Eider und Wiedau“? Auf diesen Punkt hatte sich Schriftleiter Frenz Bertram gut vorbereitet und gab interessante Einblicke in die Herstellung des 200 Seiten dicken und alljährlich erscheinenden Buches. Gudrun Fuchs gab bekannt, dass die Föhrer Trachtengruppe im Mai als Abordnung des Wettbewerbs „Tracht des Jahres“ in den Schwarzwald fährt.

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