Schulverband Hattstedt-Wobbenbüll : Jens-Iwersen-Schule: Zu eng und zu unfreundlich

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Der Schulverband Hattstedt-Wobbenbüll tagte erstmals in der frisch sanierten Aula der Jens-Iwersen-Schule. Doch die Schulleiterin Janne Hustig (vorne rechts) und ihre Stellvertreterin Britta Kruse (vorne links) machten deutlich, dass die in die Einrichtung zahlreiche Defizite aufweist.
Der Schulverband Hattstedt-Wobbenbüll tagte erstmals in der frisch sanierten Aula der Jens-Iwersen-Schule. Doch die Schulleiterin Janne Hustig (vorne rechts) und ihre Stellvertreterin Britta Kruse (vorne links) machten deutlich, dass die in die Einrichtung zahlreiche Defizite aufweist.

Zum neuen Großprojekt Schule mit Zukunft vergibt der Schulverband Hattstedt-Wobbenbüll den Planungsauftrag.

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22. März 2021, 09:44 Uhr

Hattstedt | Zur jüngsten Sitzung des Schulverbandes Hattstedt-Wobbenbüll hatte Vorsteher Kay Siemen erstmals in die sanierte Aula der Jens-Iwersen-Schule geladen. Gelobt wurde die Komplettsanierung, für die rund 550.000 Euro aufgewendet wurden, nicht nur von den Gemeindevertretern und Gästen, sondern ebenso von Schulleiterin Janne Hustig und ihrer Stellvertreterin Britta Kruse.

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Dennoch blieb die Sitzung nicht ohne Zündstoff. Denn aufs Tapet kamen die weiteren räumlichen und ausstattungstechnischen Probleme der in die Jahre gekommenen Grundschule in Hattstedt. Deutlich wurde diese in der Präsentation, in der die beiden Rektorinnen aufzeigten, wie eine zeitgemäße und zukunftsfähige Schule, auch im Hinblick auf eine etwaige offene Ganztagsschule, aussehen sollte.

Grundschule zu klein und nicht gut ausgestattet

Die Schule sei sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer zu eng, zu klein und zu unfreundlich. Es fehlten Räume, Arbeitsplätze, Licht, Luft sowie eine angemessene Ausstattung. Dazu kämen Defizite im Außenbereich, und auch für die notwendige Erweiterung des Hortbereiches der Brückengruppe fehle es an Raum. „Lernen und insbesondere ganztägiges Lernen braucht Platz. Außerdem wünschen wir uns für die Schule ein 'Herz'. Aber wir haben nur einen langen, schmalen, dunkeln Flur“, erklärte Janne Hustig. „Doch wir wünschen uns eine attraktive Schule, in der die Kinder gut auf die weiterführenden Schulen vorbereitet werden und in der sich alle Beteiligten wohlfühlen“, ergänzte Britta Kruse.

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Dieser Rundumschlag eröffnete schließlich einen lebhaften Diskurs in der Runde. Denn obwohl Schulverband und Kommune übereinstimmendes Interesse bekundeten, zeichneten sich zur bevorzugten Methode doch deutlich unterschiedliche Ansätze ab. Im Kern ging es um die Frage, ob „der Blick aufs große Ganze“, sprich auf das gesamte Areal der Schule sowie der beiden Kindertageseinrichtungen vor Ort oder getrennte Teillösungen der bessere Weg seien.

Alles ist schön und wünschenswert und wäre auch kein Problem – wenn wir das Geld dafür hätten. Ilona Dethlefsen

In diesem Sinne vertrat unter anderem die Gemeindevertreterin Tanja Saß die Auffassung, dass vor einer Planung unter anderem zunächst die Besitzverhältnisse an Grund und Boden zwischen der Gemeinde und dem Schulverband geklärt werden müssten. Dagegen plädierte Sandra Milke-Mainz vehement für eine zunächst neutrale, kreative Überplanung des gesamten Areals durch einen Architekten. Die Krux an der Sache brachte jedoch Ilona Dethlefsen auf den Punkt. „Alles ist schön und wünschenswert und wäre auch kein Problem – wenn wir das Geld dafür hätten“, bemerkte sie trocken.

Von der Schulverbandsversammlung einstimmig beschlossen wurde letztlich die Vergabe eines Planungsauftrags für das gesamte Gelände. Dieser soll, unter Berücksichtigung der von Schulverband und Gemeinde zusammengetragenen Parameter, erste denkbare Optionen und Ideen für das weitere Vorgehen aufzeigen.

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