zur Navigation springen

Neues Quartier : 90 neue Wohnungen an der Treene

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Friedrichstadt will den Flächennutzungsplan für das Projekt Seerosenufer ändern: Dort sollen 90 Wohnungen entstehen. Nach sechs Jahren Planungszeit soll das Projekt nun in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge vorgestellt werden.

Jetzt ist es soweit. Nach sechs Jahren entsprechen die vorgelegten Pläne für das neue Wohnquartier Seerosenufer in Friedrichstadt den Vorgaben der Stadt, so dass nach Auskunft von Bürgermeister Eggert Vogt eigentlich dem Bau nichts mehr im Weg steht. Natürlich müssten erst noch die verschiedenen Baugenehmigungen eingeholt werden, doch prinzipiell habe die Stadt keine Änderungsvorschläge mehr zu machen.

Es begann im Jahr 2008. Der Friedrichstädter Investor Maik Konkel stellte erstmals seine Pläne vor, das Seerosenufer in Seebüll zu bebauen. Dort, am toten Arm der Treene, wollte er 127 luxeriöse Ferienwohnungen errichten, die in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes und direkt an der Treene liegen sollten. Zudem war auch ein Restaurant vorgesehen. Doch die Pläne, dort zweigeschossig mit einem zusätzlich ausgebauten Dachgeschoss zu bauen, stießen auf den Widerstand der Stadtvertreter. Vor allem die Anlieger im Gebiet Seebüll wehrten sich gegen die ihrer Ansicht nach zu hohen Gebäude. Schließlich wurden die Pläne zurückgezogen. Nach vier Jahren, im Dezember 2012, kam eine überarbeitete Variante auf den Tisch.

Statt der 127 Luxus-Ferienwohnungen waren nun 90 Mietwohnungen in zwölf Gebäuden geplant, davon sieben zweigeschossig mit ausgebautem Dachgeschossen. Doch die Stadtvertreter forderten eine erneute Überarbeitung, auch der Zuwegung. Schließlich gab es im April des vergangenen Jahres die entscheidende Sitzung. Das Wohnquartier Seerosenufer wurde genehmigt. Allerdings mit einigen Einschränkungen. Im westlichen Teilgebiet (also zur Bahnlinie hin gelegen) dürfen sechs Häuser zweigeschossig plus Dachgeschoss gebaut werden, im östlichen Bereich der Bebauungsfläche (zur Wohnsiedlung Seebüll hin) dürfen sechs Häuser in eingeschossiger Bauweise mit Dachgeschoss entstehen. Auch ist das Restaurant komplett weggefallen, vorgesehen war es im nordwestlichen Bereich des Gebietes, am Bahnhofsweg.

Wie es nun am Seerosenufer weitergehen wird, darüber will die Stadt Friedrichstadt am Donnerstag (15.) ab 19 Uhr in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge informieren. Für die Aufstellung des gemeinsamen Flächennutzungsplans der Gemeinden Seeth, Drage, Koldenbüttel, Witzwort, Uelvesbüll und der Stadt Friedrichstadt für das Gebiet östlich der Bahnlinie, südlich der Treene, nördlich der Straße Seebüll und westlich der Hans-Holtorf-Straße beabsichtigt die Stadt den Plan zu ändern, um ein Wohngebiet zu erstellen, heißt es in der offiziellen Bekanntmachung. Der Schleswiger Planer Pieter Hosse will an diesem Abend das Projekt präsentieren und Rede und Antwort stehen.

Unter anderem soll das neue Quartier aus zwölf Gebäuden mit 90 Wohnungen bestehen. Erreichbar wird es ausschließlich über die Bahnhofsstraße sein, die ausgebaut werden muss. Die Verbindung zum Wohngebiet Seebüll wird nur Fußgängern und Radfahrern direkt möglich sein. Damit wurden auch die Bedenken der Anlieger zerstreut, dass der Fahrzeugverkehr und Lärm in dem ruhigen Gebiet erheblich zunehmen werde.

„In Friedrichstadt haben wir nicht so viele Wohnungsleerstände wie in vielen anderen Orten“, sagt Bürgermeister Vogt. 90 Wohnungen seien dennoch natürlich schon ein ganz schöner Haufen, doch dürfte es seiner Einschätzung nach sicherlich genügend Interessenten geben, die nach Friedrichstadt ziehen wollen. Zumal das neue Seerosenufer-Quartier zwar im Grünen, aber dennoch nur wenige Wegminuten vom Bahnhof und dem Zentrum entfernt liege.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen