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Baupläne der Gewoba : 77 Wohneinheiten auf dem Reißbrett

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gewoba plant auf dem Gelände der alten Iven-Agßen 54 neue Wohneinheiten – und in der Theodor-Storm-Straße, auf dem Grundstück der ehemaligen Volkshochschule, noch einmal 23. Die Entwürfe waren jetzt Thema im Umwelt- und Planungsausschuss.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2014 | 17:00 Uhr

Ein großes Loch klafft dort, wo in der Friedrichstraße noch vor wenigen Wochen die alte Iven-Agßen-Schule stand. Wie es an dieser Stelle in Zukunft aussehen soll, darüber beriet der Umwelt- und Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung im Ratssaal des Rathauses. Die gleiche Frage stellte sich das Gremium für die ehemalige Volkshochschule in der Theodor-Storm-Straße – dort klafft allerdings noch kein Loch.

Beide Grundstücke hat die Gewoba erworben. Und zu beiden Flächen hat es inzwischen auch bereits informelle Gespräche mit dem Investor gegeben. Insofern konnten jetzt die jeweiligen Aufstellungsbeschlüsse zu den Bebauungsplänen 88 (alte VHS) und 89 (alte IAS) auf den Weg gebracht werden.

Was den Standort in Rödemis betrifft, so legte Bauamtsleiter Rudolf Hölscher dem Gremium einen Testentwurf vor, aus der eine kleinteilige Bebauung mit unterschiedlichen Bautypen hervorging. 54 Wohneinheiten sollen dort nach den derzeitigen Vorstellungen der Wohnungsbaugenossenschaft entstehen. Dreigeschossige Wohnhäuser entlang der Friedrichstraße, getrennt durch offene Räume, sind auf dem Entwurf zu erkennen. Außerdem könnten auf der derzeit kahlen Fläche im südlichen Bereich Reihenhäuser entstehen. Als Parkplatz ist eine zusammenhängende Fläche in der Zeichnung eingetragen.

Bis dahin schienen die Ausschussmitglieder mit dem Vorschlag einverstanden zu sein. Bei den von Hölscher vorgestellten Einzelheiten regte sich jedoch Widerstand. „Die Gewoba bevorzugt Flachdächer“, erklärte der Bauamts-Chef. Horst Bauer (SPD) machte an dieser Stelle klar, dass für ihn nur Satteldächer in Frage kämen: „Mit einer Klotzsiedlung kann ich mich auf keinen Fall anfreunden.“ Schützenhilfe bekam er von seinem Parteifreund Dr. Ulf von Hielmcrone. „Die Struktur in Rödemis ist klar erkennbar, hier sind überall geneigte Dächer vorhanden“, stellte der Ausschuss-Vorsitzende fest. Alfred Mordhorst (CDU) sprang auf diesen Zug auf: „Flachdächer sollte man vermeiden.“ Im Übrigen könne man dies im Bebauungsplan festschreiben.

Auf Nachfrage stellte Hölscher klar, dass es nur Mietwohnungen geben werde und die geplanten Reihenhäuser nicht zum Verkauf stünden. Ob es einen geförderten Wohnungsbau geben werde, müsse noch geklärt werden.

Das Gelände, auf der noch die ehemalige VHS steht, hat die Gewoba ersten Entwürfen zufolge für Mietwohnungsbau vorgesehen. Dort sind zwei zweigeschossige Reihenhäuser und ein dreigeschossiges Wohnhaus geplant. Insgesamt könnten damit 23 Wohneinheiten geschaffen werden. „Die Gewoba möchte die bestehenden Bäume erhalten“, berichtete Hölscher. Stellplätze für Autos könnten demnach entlang der Theodor-Storm-Straße eingerichtet werden. Doch einige Fragen müssten noch geklärt werden, wie der Bauamtsleiter weiter ausführte. So sei zum Beispiel eine mögliche Erschließungsstraße zum Reha-Zentrum zu prüfen. Ebenso eine Anbindung an die Brinckmannstraße.

Am Ende fasste das Gremium einen Aufstellungsbeschluss für beide Flächen. Damit erging an die Verwaltung der Auftrag, die beiden Bebauungspläne auszuarbeiten.

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