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Husumer Nachrichten

18. Oktober 2017 | 06:37 Uhr

Ostenfeld : 729.000 Euro für den Bürgersteig

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Ostenfeld wird an der Hauptstraße ordentlich gebuddelt.

Mit mehr als einem Dutzend interessierten Einwohnern war die Sitzung der Gemeindevertretung besser besucht als so manch andere im Amt Nordsee-Treene. Und das liegt in Ostenfeld zumeist nicht nur an wichtigen Themen auf der Tagesordnung, sondern vor allem auch an der Fähigkeit der Bürgermeisterin, Sachverhalte interessant und transparent zugleich zu gestalten und die Bürger gedanklich mitzunehmen, auf die Reise in die manchmal durchaus auch spannende Welt der Kommunalpolitik.

Diesmal wandte sich Eva-Maria Kühl unter anderem mit der Bitte an die Anwesenden, die Gemeinde bei der Suche nach einem neuen Betreiber für das Sporthallencafé zu unterstützen. „Die Gastronomie in den Sportler-Stuben bietet sicher niemandem eine komplette Existenz. Dennoch wäre es schön, wenn wir das Café wieder mit Leben erfüllen könnten. Immerhin hat unser Sportverein mehr als 800 Mitglieder“, sagte sie.

Des Weiteren regte sie an, dass sich ihre Gemeinde nicht nur um eine der 18 Stromtankstellen bemühen sollte, deren Installation vom Amt angestrebt wird, sondern dass man sich auch Gedanken darüber machen könnte, ob Ostenfeld nicht dem Beispiel Ladelunds folgen und ein Bürger-Auto auf Elektrobasis anschaffen sollte. Wer Ideen und Anregungen zu diesen Themen hat, dürfe sich gerne bei ihr melden.

Nachträglich holte sich Kühl vom Gemeinderat die offizielle Zustimmung für die vorab genehmigte Auftragsvergabe zur Sanierung des Bürgersteigs an der Hauptstraße ein. Die Arbeiten haben vor wenigen Tagen begonnen und umfassen auch die Erneuerung der mehr als 40 Jahre alten Straßenbeleuchtung (Umstellung auf LED) und das Einziehen von Leerrohren für die künftige Breitbandversorgung Ostenfelds. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 729.000 Euro. Für etwaige Unannehmlichkeiten durch Verkehrsbehinderungen oder kurzfristige Stromausfälle bat Eva-Maria Kühl die Bürger um Verständnis: „Manchmal muss es erst schlechter werden, bevor es besser wird“, meinte sie.


Weitere Themen


In ihrem Bericht darüber, was in der 1632 Einwohner zählenden Gemeinde aktuell anliegt, sprach Eva-Maria Kühl auch den geplanten Schulneubau an. Was dort als Nächstes geplant ist und passieren wird, will sie den direkten Anliegern kurzfristig schriftlich mitteilen und nach den Sommerferien alle Bürger zu einer Einwohnerversammlung einladen, in der auch andere wichtige Themen zur Sprache kommen sollen. Weiter informierte sie darüber, dass derzeit alle Brücken im Amt auf ihre Baufestigkeit überprüft werden und auch in Ostenfeld damit zu rechnen ist, dass hier und da etwas instandgesetzt werden muss. „Da kommt ein bisschen was auf uns zu“, so ihre Einschätzung.

Dem 1. FC Wittbek gewährt die Gemeinde Ostenfeld künftig einen Zuschuss von 250 Euro pro Jahr. Der Grund dafür ist, dass etwa die Hälfte der dort 51 aktiv spielenden Kinder aus Ostenfeld kommt und der Verein somit einen sinnvollen Beitrag zur örtlichen Jugendarbeit leistet. Während dieser Beschluss einstimmig gefasst wurde, stieß ein weiterer Antrag nur bedingt auf Zustimmung. Darin ging es um eine Finanzspritze für die Gesellschaft für alte Musik in Schleswig-Holstein, die am Totensonntag (26. November) in der Ostenfelder Kirche unter dem Motto „Leid+Trost – Musik am Ende des Kirchenjahres“ ein exklusives Konzert veranstalten möchte und die Gemeinde um einen Zuschuss bittet. Das Gremium einigte sich nach kurzer Diskussion auf einen „Anerkennungsbeitrag“ für die geleistete Kulturarbeit in Höhe von 100 Euro.

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