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Kontrollen auch am Wochenende : 60 Parkverstöße pro Tag

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mehr Stellen im Gespräch: Bisher verteilen nur drei Mitarbeiter des Husumer Ordnungsamtes Knöllchen in der Stadt.

Mit den Knöllchen und den Menschen, die sie verteilen, ist es so eine Sache: Viele verfluchen sie, andere aber wünschen sich in ihrer Wohngegend häufigere Kontrollen. Letzteres wurde auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses thematisiert – im Zusammenhang mit der Frage, ob die Stadt Husum überhaupt genügend Mitarbeiter beschäftigt, die den ruhenden Verkehr überwachen.

Aus Sicht von Ordnungsamtsleiter Malte Hansen ist dies nicht der Fall: Im Vergleich zu Städten wie Schleswig, Rendsburg oder Heide sei die Storm-Stadt mit drei Mitarbeitern, die 1,5 Stellen unter sich aufteilen, schwach aufgestellt. Diese drei würden allerdings nicht, wie von Ausschussmitgliedern vermutet, nur rund ums Rathaus kontrollieren, sondern in Abständen auch die Husumer Außenbereiche besuchen. Ohnehin ging es dem Ordnungsamtsleiter aber erst einmal darum, Grundsätzliches klar zu stellen: „Bei dem Thema kommt schnell ein falscher Zungenschlag rein: Es geht uns nicht darum, durch Tickets unsere Stadtkasse aufzubessern, sondern darum, dem Recht zur Geltung zu verhelfen und Fehlverhalten zu sanktionieren.“ Die Mitarbeiter würden „Großartiges“ leisten, so Hansen weiter, und fast täglich auf der Straße verbal angegriffen werden. „Das geht bis hin zur Nötigung; alle strafrechtlich relevanten Vorfälle bringen wir konsequent zur Anzeige.“ Insgesamt stellen die drei rund 60 Verstöße pro Tag fest, in die Stadtkasse gelangen so rund 250  000 Euro im Jahr.

Überall sein, das stellte Hansen klar, könnten seine Leute angesichts der Personallage natürlich nicht: Schließlich würden nicht nur unter der Woche, sondern auch abends und am Wochenende Knöllchen verteilt. Angesichts der Überlegung, „dass sich diese Leute ja quasi selbst finanzieren“, wie es aus dem Ausschuss hieß, signalisierte die Politik dem Ordnungsamtsleiter, dass man einer Stellenerhöhung nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber stünde.

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erstellt am 30.Jun.2017 | 18:53 Uhr

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