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Husumer Nachrichten

22. Oktober 2017 | 16:33 Uhr

Spendabel : 56.000 Euro für Hospiz-Dienste

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Sie betreuen und begleiten Sterbende und deren Angehörige: In Anerkennung dieses Einsatzes überweist die Nord-Ostsee-Sparkasse Hospiz-Vereinen und -Einrichtungen im Norden 56.000 Euro.

von
erstellt am 21.Nov.2014 | 15:00 Uhr

„Es sind alles fröhliche Menschen, die eine schwere Arbeit machen“, stellte Thomas Menke, Sparkassen-Direktor und Vorsitzender des Vorstandes der Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa), bewundernd fest. Mit insgesamt 56.000 Euro fördert das Unternehmen zehn Hospiz-Einrichtungen im Norden. Deren Abgesandte nahmen während einer kleinen Feierstunde in Niebüll den symbolischen Scheck entgegen. Das Niebüller Wilhelminen-Hospiz, vertreten durch deren Geschäftsführerin Christel Tychsen, sowie das Katharinen-Hospiz am Park in Flensburg, vertreten durch Schwester Claudia Topotski, wurden mit je 20.000 Euro für neue Pflegebetten und Zubehör bedacht. Für den ambulanten Kinder-Hospizdienst am Katharinen-Hospiz erhielt Claudia Topotski zusätzlich 2000 Euro.

Je 2000 Euro für die Ausstattung ihrer Büroräume nahmen stellvertretend für ihre Hospiz-Vereine, Hospiz-Initiativen und Hospiz-Dienste in Empfang: Bernd Redlin (Sylt), Andrea Schacht (Eiderstedt), Renate Kay (Husum und Umgebung), Hella von Fehrn (Föhr-Amrum), Helmut Erichsen (Nieharde und Gelting), Ulrike Schmitz und Melitta Schulze (Schleswig) sowie Christiane Richter (Kappeln und Umgebung).

Christel Tychsen lobte die Zusammenarbeit mit den Flensburger Kolleginnen und Kollegen. „Von ihnen haben wir uns sehr viel abgeguckt.“ Geplant ist im Wilhelminen-Hospiz, von Januar an die Trauerarbeit für Kinder und Jugendliche aufzunehmen. Gefördert wird sie von der „Aktion Mensch“.

„In dieser Größenordnung und in dieser Konsequenz ist es das erste Mal, dass wir Geld nicht in eine Vereins- oder Vorstandskasse spenden, sondern zweckgebunden an die Verantwortlichen weiterreichen“, erklärte Thomas Menke in seiner Ansprache. Insbesondere die Stationären Hospize hätten einen hohen Investitionsbedarf. Menke hob neben den hauptamtlich Tätigen auch die Ehrenamtler hervor. Sie seien bei den Bedürftigen Zuhause anzutreffen und seelsorgerisch unterwegs. „Sie sind bis zum Ende jedes einzelnen Schicksals dabei, helfen Angehörigen bei der Verarbeitung eines Verlustes, der jeden von uns trifft. Das Geld soll für sie alle eine Anerkennung sein.“ Von Anfang an sei die Unterstützung dieser guten Sache für die Nospa eine Selbstverständlichkeit gewesen. Menke: „Wenn man mit dem Thema in Berührung kommt, verschwinden die Ängste.“

Das Geld stammt aus der Sparkassen-Lotterie „PS Sparen und Gewinnen“. Der größte Teil der Einzahlungen kommt auf ein Sparkonto, der Rest fließt in ein Lotterie-Los und in den sogenannten
PS-Zweckertrag. Dabei handelt es sich um einen Förder-Topf, der einmal im Jahr unter staatlicher Aufsicht für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet wird.

Thomas Menke: „Wir wollen etwas an die Gesellschaft zurückgeben. Wir wollen für das Ehrenamt begeistern.“ An die Vertreter der Hospiz-Einrichtungen gewandt unterstrich der Sparkassen-Direktor: „Sie sind das Rückgrat der Gesellschaft. Die Nospa wird alles dafür tun, sie regelmäßig weiter zu unterstützen.“

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