Im Dialog : 54 Millionen Euro für den Tourismus

Auch im Winterhalbjahr kann ein Strandspaziergang in St. Peter-Ording sehr anregend sein.
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Auch im Winterhalbjahr kann ein Strandspaziergang in St. Peter-Ording sehr anregend sein.

Die Veranstaltungsreihe "Tourismus-Zentrale im Dialog" in St. Peter-Ording wird gut angenommen. Täglich pendeln mehr als 1400 Berufstätige von der ganzen Halbinsel Eiderstedt zur Arbeit in das Nordseebad.

shz.de von
09. Januar 2015, 13:00 Uhr

50 Teilnehmer kamen zur zweiten Runde „TZ im Dialog“. Ihre ob der erneut großen Anzahl positive Überraschung verbarg die stellvertretende Tourismus-Direktorin von St. Peter-Ording, Constanze Höfinghoff, keineswegs, hat sie doch diese Informationsreihe der Tourismus-Zentrale (TZ) initiiert. Sie findet im Winterhalbjahr jeweils am letzten Mittwoch im Monat von 17.30 bis 19 Uhr in der Dünen-Therme statt. Es wurde weit mehr als nur ein Blick hinter die Kulissen der Dünen-Therme.

Nach den umfangreichen Baumaßnahmen in den vergangenen zwei Jahren – alles bei laufendem Betrieb – zeigt sie sich den Gästen in einem modernen Erscheinungsbild. Mit Kleinkinderbereich, Wellenbecken, Rutschenparadies, Saunalandschaft, Wellness & Beauty und integrierter Cafeteria ist sie eines der attraktivsten Freizeit- und Erlebnisbäder in ganz Norddeutschland. 11,1 Millionen Euro sind in den Umbau geflossen, wie Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier berichtete. Es gab 6,5 Millionen Euro Zuschuss aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft des Landes. Von 1995 bis 2014 habe man in St. Peter-Ording kräftig investiert. Insgesamt 54 Millionen Euro wurden für die touristische Infrastruktur aufgebracht. Bei 20 Millionen Euro Förderung seien die 34 Millionen Eigenanteil ein gewaltiger Posten. Begonnen hatte es mit der Schlickabteilung (2,2 Millionen Euro). Geld floss auch in die Modernisierung oder den Neubau von Sauna, Badbrücke, Gesundheits- und Wellnesszentrum, Kurpromenade mit Dünen-Hus, eigenes Blockheizkraftwerk und in die Pfahlbauten.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei um mehr als 300 gestiegen, so Balsmeier. Von allen lebten 800 in St. Peter-Ording, weitere 1400 pendelten jeden Tag ins Nordseebad zur Arbeit. Täglich kommen allein je 300 Personen aus Garding und Tönning sowie 170 aus Tating aus beruflichen Gründen hierher.

Nils Koch, technischer Leiter der Tourismus-Zentrale, berichtete dann von seiner praktischen Arbeit. Seit 2004 ist er zuständig für den Bauhof der TZ und die Mitarbeiter am Strand sowie die Haustechnik. Im Betrieb und im Bestand der Dünen-Therme umzubauen, sei mit vielen Herausforderungen verbunden gewesen, aber das habe alles auch zeitlich gut geklappt. Das Nationalparkhaus existiert seit Mai 2013, der Eingangsbereich und die Umkleideräume sind neu, die Gastronomie wurde verlegt, der Rutschenturm mit dem 120 Meter langen Wildbach, der Reifenrutsche (95 Meter) und der Turborutsche (65 Meter) geschaffen. Das Wellenbad mit neuer Fensterfront wurde architektonisch und energetisch verbessert, das Außenbecken mit einem Riesenaufwand erneuert und gestaltet. Und vor allem: Es hat keine Unfälle beim Bau gegeben.

Georg Römer, Leiter der Dünen-Therme und des Gesundheits- und Wellnesszentrums, lenkte den Blick danach zunächst auf die Mitarbeiter und die erbrachten Dienstleistungen. Allein für die Dünen-Therme gibt es 18 und im Wellness- und Therapiebereich 22 Beschäftigte. Mehr als 50  000 Anwendungen sind es im Jahr. Im August 2014 – einziger Witterungseinbruch in dieser Saison – kamen 40  000 Nutzer in die Dünen-Therme. Der für die Modernisierung betriebene Aufwand habe sich gelohnt. Von den insgesamt 60 Stellen sind vier neu. Drei junge Leute werden ausgebildet.

Gegenüber Anregungen zu adäquaten Zusatzangeboten zeigte sich die TZ sehr aufgeschlossen. „Wir wollen die Therme mit Leben füllen. Da sind wir dran“, so Constanze Höfinghoff. Gerade rechtzeitig zu diesem Informationsabend lag der neue acht-spaltige Informationsflyer für die Dünen-Therme vor. Auch Informationen zum Frühschwimmertarif und zum kostenfreien Parken findet man darin. Auch mit der Broschüre „Gesundheit, Beauty, Wellness“ kann man sich informieren. Beides ist abholbereit kostenfrei erhältlich bei der TZ.

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