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Schuljubiläum gefeiert : 50 Jahre – und noch immer modern

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die einstige Dörfergemeinschaftsschule Ohrstedt gehört zum Schulverband Viöl. Obwohl sie jetzt ein halbes Jahrhundert alt ist, ist sie immer noch eine moderne Institution.

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erstellt am 30.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Mit einer beeindruckenden Feier wurde das 50-jährige Bestehen der Schule Ohrstedt begangen. Die Grundschüler begrüßten die vielen Gäste mit Liedern aus den 1960-Jahren wie beispielsweise „Tanze mit mir in den Morgen“ oder „Liebeskummer lohnt sich nicht“. Integriert in die Veranstaltung war der Sportverein Ohrstedt. Am 13. August 1964 wurde nach langem Vorlauf der Schulbetrieb der Dörfergemeinschaftsschule auf der „GrünenWiese aufgenommen“, erklärte Schulverbandsvorsteher Udo Lohr in seiner Ansprache. Es sei kein leichter Weg für die Umlandgemeinden gewesen, die eigene Dorfschulen schließen mussten. Diese neue Musterschule löste nicht nur bundes-, sondern auch europaweit Erstaunen aus, wie Lohr weiter berichtete. Erster Schulleiter der damaligen Dörfergemeinschaftsschule, dann Grund- und Hauptschule Ohrstedt für 26 Jahre , war Hermann Heesch. Nachfolger wurde der jetzige Schulleiter Herbert Schmidt. Heute gehört das Schulzentrum dem Verbund Grund- und Gemeinschaftsschule Viöl/Ohrstedt/Haselund und Grundschule Ohrstedt an. „Von Anfang an hat der Schulverband für einen optimalen Schulbetrieb gesorgt.“ Ständige Anbauten und Sanierungsarbeiten sorgten für die Attraktivität der Schule. Damals sei der Sportverein mit ins Boot geholt worden, eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erweisen sollte. Der Sportverein hat dafür gesorgt, dass die Schule kultureller Mittelpunkt wurde. Dieses Lob griff der Vorsitzende des Vereins, Helge Hansen, auf. „Die Zusammenarbeit zwischen Sportverein und Schule ist vorbildhaft und einzigartig.“

Hauptredner der Feierlichkeiten war Otto Hardenfeldt, ehemaliger Rektor. Er erinnerte an die Einweihung der Dörfergemeinschaftsschule vor 50 Jahren. „Damals gab es noch keine Handys, Computer oder Taschenrechner, da war Kopfrechnen angesagt.“ Aber auch die ZDF-Mainzelmännchen eroberten damals das Fernsehen. „Und niemals sei die Weltwirtschaft davor und danach so stark gestiegen wie im Jahr 1964, um 7,3 Prozent“, so der Redner. 1964 sei das Jahr mit der höchsten Geburtenrate gewesen. Als der Schulbetrieb 1964 aufgenommen wurde, unterrichteten sieben Lehrer sieben Klassen. Friedhelm Küster beispielsweise hatte 45 Schüler in seiner Klasse. Doch in der jüngsten Zeit hätten sich die Ansprüche der Schulen, Kinder aber auch der Eltern stark verändert, worauf immer wieder neu reagiert worden sei. „Die Schulpolitik hat uns allerdings immer wieder Schwierigkeiten beschert“, so der ehemalige Rektor und kritisierte die Landespolitik scharf. Heute müssten die Kinder so früh wie möglich in die Schule und so schnell wie möglich wieder raus, damit sie in der Wirtschaft eingesetzt werden könnten. „Was die Menschen heute am meisten nötig haben, ist Zeit und Ruhe“, sagte er. Zu den Gästen gehörte auch Elke Laubengeiger, Ehrenvorsitzende des Sportvereins Ohrstedt „Wir haben von Anfang an zusammen gearbeitet und somit voneinander profitiert. Dieses Miteinander hat uns groß und stark gemacht.“ Großes Lob kam auch von Pastor Jürgen Kaphengst. Nur mit Mut und Entschlossenheit und dem Bewußstsein der Verantwortung hätten die Verantwortlichen neue Wege beschritten. „Es sei gut und richtig gewesen, dass der Gottesbezug in der Schule nie aus den Augen verloren gegangen sei.“

Im Anschluss der Feier stellten die Schüler den Gästen ihre Schule vor. Auch die Mitglieder des Sportvereins präsentierten ihr Können.

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