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„De Tied de löppt“ : 50 Jahre St. Peter-Ording im Spiegel der Kunst

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

13 Künstler haben sich zu dem Thema Gedanken gemacht und präsentieren das Ergebnis bis zum 10. September in der Strandkorbhalle.

Mit seiner Weite und der urspünglichen Landschaft ist Eiderstedt nicht nur bei Naturliebhabern ein HotSpot geworden. Viele Künstler lieben die Halbinsel und haben sich ihre Geschichte und Entwicklung zum Thema gemacht. Ein Beispiel dafür ist die Sommerausstellung der Kunstinitiative St. Peter-Ording (SPO) in der Strandkorbhalle Hungerhamm mit dem vielsagenden Titel „De Tied de löppt 50 Jahre St. Peter-Ording“. 1967 fusionierten die Dörfer St. Peter und Ording, um Fördermittel für den Bau des Meerwasserwellenbads zu erhalten. Längst ist der Doppelname oder die Abkürzung SPO bundesweit zu einem bekannten Synonym für den Nordseeurlaub geworden.

13 Künstler haben sich zu dem Thema Gedanken gemacht und präsentieren das Ergebnis bis zum 10. September in der Strandkorbhalle. Außerdem werden Exponate aus der Bildersammlung der Gemeinde St. Peter-Ording und aus privaten Sammlungen gezeigt.

In seiner Funktion als Vorsitzender der Kunstinitiative St. Peter-Ording (KISPO) eröffnete Thomas Bartram die Ausstellung und überließ nach einer kurzen Einführung Bürgermeister Balsmeier das Pult. Seine Worte und sein Dank gingen an die 13 Künstler und die privaten Aussteller, durch deren Initiative diese Ausstellung ermöglicht wurde. Veränderung und Konstanz prägen die Exponate, aber auch den Badeort, so Balsmeier. Es folgte Kurator Bernd Nielsen. Mahnend, aber auch humorvoll sprach er über die Expansion und Fusion von St. Peter und Ording. Der Ort in seiner Entwicklung gleicht ein wenig dem Lebensraum, in dem er liegt. Konstant dem ständigen Wandel der Gezeiten unterworfen, stets bemüht, sich neuen Begebenheiten anzupassen und mit dem Strom der Zeit zu gehen – dennoch nicht aus dem Fokus verlierend, das dort seit vielen Jahrzehnten Menschen leben, die sich um den Naturraum bemühen und versuchen Einklang zwischen Lebensraum, Natur, Umwelt und wirtschaftlichen Interessen herzustellen, so Nielsen.

Der Gardinger Autor, Maler und Grafiker Dieter Staacken dankte in seiner Rede für die Möglichkeit, die Gedanken der Künstler auf ganz unterschiedliche Weise präsentieren zu können. „Früher hatten wir ein paar Buchstaben für den heutigen Begriff Naturerbe Nationalpark Wattenmeer. Da hieß das schlicht Schiet oder einfach Watt.“ Mit diesem Ausspruch und den Schlussworten von Thomas Bartram endete der offizielle Teil der Eröffnung, die Interessierten hatten nun Gelegenheit mit den Künstlern und Kuratoren in Resonanz zu gehen.

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