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Erfolgreiche Benefiz-Aktion : 490 Runden für guten Zweck geschafft

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Trotz sommerlicher Temperaturen gaben die Kinder von der Horstedter Schule auf dem Sportplatz alles. Sie liefen Geld zusammen, das einer Familie zugute kommt, deren Haus ausgebrannt ist. Jetzt sind die Sponsoren an der Reihe.Trotz sommerlicher Temperaturen gaben die Kinder auf dem Sportplatz alles. Geld kommt Familie zugute, deren Haus ausgebrannt ist.

Total aus der Puste, aber überglücklich, ist Henrik Steffen. „Geschafft“, ruft er seiner Mutter zu und zeigt auf die Armbänder, die er für jede gelaufene Runde bekommen hat. 15 hat der Schüler der ersten Klasse der Grundschule Horstedt, Außenstelle der Regionalschule Mildstedt/Horstedt, für den guten Zweck geschafft. „Tolle Leistung“, lobt Schulleiterin Anke Gercken.

Sie hatte mit ihrem Kollegium den Benefizlauf zugunsten der Arlewatter Familie Christiansen organisiert (wir berichteten). Julia und Markus Christiansen haben ihr Haus durch einen Brand verloren. Die Schulkinder und die Lehrerschaft waren sich einig gewesen: „Wir wollen erste Hilfe leisten.“ Die kommt schließlich auch dem betroffenen Schüler Torge zugute.

Eine Stunde lang liefen gestern 60 Schüler, alle im eigenen Tempo und dem Ziel, soviele Runden wie möglich zu schaffen. Denn je mehr Runden gezählt werden, umso mehr Geld kommt zusammen. „Jeder macht aber nur, soviel er kann. Überfordert euch nicht“, warnte die Schulleiterin, bevor sie den Startschuss gibt. Es ist heiß an diesem Morgen. Für alle Fälle sind Fachkräfte vom Husumer Rettungsdienst vor Ort. Auch Eltern und Großeltern sind mitgekommen, feuern an und sorgen am Sportplatzrand dafür, dass die Kids genügend trinken. Rasch gehen 60 Minuten vorbei. Die Schulleiterin verkündet: „Ihr habt gemeinsam 490 Runden geschafft. Darauf könnt ihr stolz sein.“

Abgerechnet wird nun in den nächsten Tagen. Dabei haben die Kinder noch einen wichtigen Part zu erfüllen. Sie haben schließlich die Sponsoren – meistens Eltern und Verwandte, aber auch Geschäftsleute aus den Osterdörfern – für die Sache überzeugen können. „Jeder Sponsor kann nun so viel pro gelaufener Runde geben, wie er möchte. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt“, erläutert die Schulleiterin. Auf den Urkunden sind jeweils die Zahlen festgehalten. Aber auch sonst dürfe sich jeder melden, der noch sein Scherflein dazu beitragen möchte.

„Ich bin überwältigt von soviel Anteilnahme, und ich habe zu danken“, so die Betroffene Julia Christiansen am Ende der Veranstaltung. Vor Anfang des kommenden Jahres, so berichtet sie, sei das ausgebrannte Haus nicht bewohnbar. Es müsse komplett saniert werden. Bis dahin wohnt die Familie bei Angehörigen. Das Spendengeld könne sie gut für den Kauf von Bekleidung für ihre drei Kinder gebrauchen, sagt sie. Das meiste sei verbrannt oder unbrauchbar geworden.

Noch eine gute Tat am Rande: Ein Zuschauer, der von der Aktion in unserer Zeitung gelesen hatte, öffnet sein Portemonnaie und übergibt der Schulleiterin einen Schein. „Ich bin begeistert, dass hier noch an die Not der Mitmenschen gedacht wird“, so sein Kommentar. Genannt werden möchte er nicht.

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erstellt am 05.Sep.2013 | 18:49 Uhr

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