Nach Unfall auf der B5 : 43-jährige Fahrerin stirbt im Krankenhaus

Drei Frauen wurden bei dem Unfall   auf der B 5  schwer verletzt, eine wurde erst nach gut einer Stunde aus ihrem Fahrzeugwrack geschnitten.
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Drei Frauen waren an dem Unfall auf der B5 beteiligt, eine wurde erst nach gut einer Stunde aus ihrem Fahrzeugwrack geschnitten.

Sie wurde noch auf der Fahrbahn reanimiert, doch nun konnten ihr die Ärzte nicht mehr helfen. Eine 43-Jährige ist an den Folgen des schweren Verkehrsunfall auf der B5 verstorben. Zwei Fahrzeuge waren frontal ineinander gefahren, ein drittes Auto raste in die Unfallstelle.

shz.de von
24. Juni 2014, 11:00 Uhr

Südermarsch | Eine 43-Jährige ist an den Folgen des schweren Verkehrsunfall am Dienstagmorgen auf der B 5 in der Gemeinde Südermarsch zwischen Vosskuhle und Abfahrt Husum-Süd gestorben. Um 8 Uhr waren dort zwei Fahrzeuge frontal ineinander geprallt, ein drittes Fahrzeug raste in die Unfallstelle. Zwei der drei Fahrerinnen (alle saßen einzeln im Auto) waren eingeklemmt. An die Unfallstelle eilten drei Rettungswagen, zwei Notärzte, die Husumer Feuerwehr und der Rettungshubschrauber. Es begann ein dramatischer Kampf um das Überleben der 43-Jährigen, die noch auf der Fahrbahn reanimiert werden musste und nun im Westküstenklinikum Heide verstarb.

Die Frau befand sich mit ihrem Polo auf der Fahrt aus Husum kommend Richtung Süd und geriet aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr. Dort prallte das Fahrzeug gegen den schwarzen Audi A 3 einer 22-jährigen Nordfriesin. Die junge Fahrerin wurde mit ihrem Fahrzeug in einen Straßengraben geschleudert und war erst nach 65 Minuten aus ihrem Auto herausgeschnitten. Die dritte beteiligte Fahrerin, eine 45-jährige Friedrichstädterin, die mit ihrem blauen Megane auf den Polo aufgefahren war, konnte schwer verletzt aus ihrem Wagen befreit werden.

Die zum Unfallzeitpunkt sehr stark frequentierte B 5 blieb mehr als drei Stunden voll gesperrt, auf den Umleitungsstrecken gab es längere Staus. Scharfe Kritik äußerte Bundeswehroffizier Dr. Martin Neumann, der als Ersthelfer die Maßnahmen der anderen Ersthelfer koordinierte: „Es ist unglaublich – zahlreiche Autofahrer sind einfach vorbeigefahren, ohne anzuhalten – ohne zu helfen!“.

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