Südtondern – ein Jahr in Zahlen : 351 geborene Kinder, 153 Bauanträge und ein warmer März

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Ein Blick in die Statistik des Amtes verrät, was sich 2017 in den 30 Gemeinden unseres Bezirks getan hat.

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20. Januar 2018, 13:22 Uhr

Südtondern | Was sagt die Statistik? Wurden im vergangenen Jahr mehr Mädchen oder Jungen geboren? Sinkt oder steigt die Bevölkerungszahl? Die aktuellen Daten für das gesamte Jahr 2017 geben einen Überblick.

Geburten:

Nachdem im Jahr 2016 die Geburtenstation im Niebüller Krankenhaus geschlossen wurde, können Kinder im Amt Südtondern nur noch per Hausgeburt zur Welt kommen. Das Standesamt registrierte zwei Hausgeburten im vergangenen Jahr. Insgesamt bekamen die Südtonderaner 351 Kinder, davon 193 Jungen und 158 Mädchen. Auch in 2016 war die Zahl der geborenen Jungen größer als die der Mädchen.

Zu- und Wegzüge:

Im vergangenen Jahr sind 1803 Frauen, Männer und Kinder in die Gemeinden des Amtes Südtondern gezogen. 2016 dagegen gab es 1848 Zuzüge. Mit einer Zahl von 1460 Wegzügen aus dem Amtsgebiet ist diese Zahl im Vergleich zu 2016 um 343 gestiegen.

Sterbefälle:

449 Sterbefälle verzeichnete das Amt Südtondern im vergangenen Jahr, 465 Sterbefälle waren es im Jahr 2016.

Eheschliessungen:

198 Paare trauten sich und sind im letzten Jahr den Bund fürs Leben eingegangen, 14 mehr als im Jahr davor. Davon sind rund zehn gleichgeschlechtliche Paare, die eine Lebensgemeinschaft eingegangen sind oder nach der „Ehe für alle“-Gesetzesänderung ab 1. Oktober geheiratet haben.

Eigenheime:

Auch in 2017 war der Bauboom in Südtondern ungebrochen. 153 Anträge für den Bau von Einfamilienhäusern und Häusern mit zwei Wohneinheiten sind beim Amt eingegangen, 26 Anträge für Häuser mit mehr als zwei Wohneinheiten. 2016 waren es 130 Anträge für den Bau von Einfamilienhäusern und Häusern mit zwei Wohneinheiten und elf für Häuser mit mehr als zwei Wohneinheiten.

Hunde:

Laut Hundezählung in Niebüll wurden 111 Hunde neu angemeldet, sechs Hunde wurden als Zweithunde registriert. Vermutlich im Zusammenhang mit der Zählung und der Berichterstattung wurden auch in anderen Gemeinden auffällig viele Hunde neu angemeldet, heißt es aus dem Amt Südtondern.

Wetter:

„Trotz der ganzjährigen Unbeständigkeit war es im Jahresdurchschnitt mit 9,8 Grad Celsius wieder deutlich wärmer als der Klimamittelwert, nämlich um 1,6 Grad“, sagt der Niebüller Hobby-Meteorologe Gerd Müller. Und fügt hinzu: „Alle Monate waren zu warm. Dennoch hatten wir nur vier Sommertage (Maximum ab 25 Grad Celsius). Die Sonne schien unterdurchschnittlich mit nur 1555 Stunden. Herausragende Monate waren der März als wärmster Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 und der Oktober als einer der zehn wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn.“

Der Niederschlag war laut Gerd Müller bemerkenswert: Die Jahressumme betrug 1082,8 Millimeter als zweithöchster Wert seit Beginn der Aufzeichnungen in Niebüll 1990. Den Rekord hält das Jahr 2015 mit 1096,2 Millimeter. Für den September wurde ein neuer Monatsrekord aufgestellt: 159,6 Millimeter (185,6 Prozent vom Mittelwert). An 263 Tagen regnete es 2017, ähnlich wie in den Jahren 2012 und 2015. Die maximalen Windgeschwindigkeiten lagen in Niebüll bei 87 Stundenkilometer, es wurde die Windstärke 10 knapp verfehlt.

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