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Spoorendonk in Husum : 330.000 Euro für das Torhaus

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

330.000 Euro bewilligte Kulturministerin Anke Spoorendonk dem Kreis Nordfriesland – der Beitrag des Landes zur 979.000 Euro teuren Sanierung des Torhauses in Husum.

Treffpunkt Baustelle: Vor dem seit Sommer vergangenen Jahres eingerüsteten Torhaus beim Schloss vor Husum übergab Kulturministerin Anke Spoorendonk jetzt einen Förderbescheid in Höhe von 330.000 Euro. Empfänger der Zuwendung war Jörg F. von Sobbe, der stellvertretende Landrat des Kreises Nordfriesland, Eigentümer des imposanten Gebäudes aus dem Jahr 1692. Das Torhaus mit seinen markanten Schweifgiebeln wurde einst im Stil der Spätrenaissance
als ehemalige Abgrenzung des Schlossbezirks errichtet und beherbergt seit Jahren die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises.

Das nach einem früheren Besitzer auch als Cornilsches Haus bezeichnete zweigeschossige Bauwerk muss aufwendig erneuert werden. Die Kosten dafür sind mittlerweile auf 979.000 Euro angewachsen. Ursprünglich sollten nur das Dach, die Fenster und die Fassaden saniert werden. 319.000 Euro waren dafür eingeplant. Später ergab sich allerdings die Notwendigkeit, auch die Maueranker und Holzschwellen zu renovieren. Das macht das Ganze mal eben um 660.000 Euro teurer. Im Rahmen des „Investitionsprogramms Kulturerbe“ schultert das Land die Hälfte dieser Differenz.

„Mit dem Förderbescheid übernehmen wir Verantwortung für unser kulturelles Erbe“, sagte Spoorendonk. Das Torhaus gehöre zu den wertvollen Markenzeichen der Stadt Husum. „Nur wer seine Geschichte kennt und pflegt, ist für die Gegenwart und Zukunft gut gerüstet“, so die Ministerin für Justiz, Kultur und Europa. Das Besuchsprogramm für den Gast aus Kiel, der natürlich auch seine Visitenkarte bei der Windmesse abgeben wollte, war entsprechend straff. Vor der Übergabe der Zuwendung gab es eine Führung durch das Torhaus. Momentan wird dort das Dach neu eingedeckt, das Gebäude gedämmt und die Fassade saniert. Dazu werden die historischen Holzfenster aufgearbeitet und neu gestrichen. Für eine Besichtigung des benachbarten Schlosses, wo es im Fortunasaal auch Kaffee und Gebäck gab, reichte es nur kurz.

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