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13. Auflage eines Musikfestivals : 3000 Besucher können sich nicht irren

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Honky-Tonk-Kneipenfestival zog am Wochenende wieder zahlreiche Musikbegeisterte in die Storm-Stadt. Diesmal spielten die eingeladenen Bands an 13 verschiedenen Spielorten. Die Abschlussparty ging in der Messehalle über die Bühne.

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erstellt am 14.Apr.2014 | 10:00 Uhr

Regen ist kein Grund, in der guten Stube hocken zu bleiben. Schon gar nicht am Wochenende. Und zu aller Letzt, wenn dann auch noch das 13. Honky-Tonk-Kneipenfestival auf der Tagesordnung steht. Das dachten sich diesmal wieder 3000 Musikbegeisterte und bescherten den 13 Spielorten des Festivals am Sonnabend (12. April) ausgelassene Stimmung und volle Häuser.

Groß war der Andrang im Frontcooking-Restaurant „Alex Kitchen“, das es beim letzten Honky-Tonk noch gar nicht gab und das somit zum ersten Mal dabei war. Gleiches galt für NRG-Vibes. Die drei Musiker boten bei „Alex Kitchen“ an der Roten Pforte Reggae vom Feinsten und beeindruckten damit nicht nur Stephan Splisteser, einen der drei Veranstalter des Konzertreigens. „Die leben ihre Musik“, lobte Splisteser, „und das bringen sie auch rüber.“ Da wollte Katja M. dem Festival-Macher nicht widersprechen: „Geile Location, gute Musik, nette Leute und tolle Stimmung“, fasste die 27-Jährige ihre Eindrücke zusammen, wobei ihr E-Gitarrist Marcus besonders gut gefiel.

Auch im Husumer Brauhaus waren die Gäste voll des Lobes – und das nicht nur wegen der Mucke: „Gute Musik – und das Husumer Bier muss man einfach mögen“, geriet Birte K. (39) ins Schwärmen. Ein kulinarischer Genuss, der durch Big Harry & Band musikalisch unterfüttert wurde. Dabei erlebte das Publikum einen Husarenritt durch die Geschichte der Rockmusik – von Balladen à la Smokie bis hin zu Gassenhauern von Status Quo.

Das Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk wartete wie schon in den vergangenen Jahren mit zwei Bands auf. Der Auftritt im Freizeithaus war für Joker ein Heimspiel, während Coverdeal ihr Honky-Tonk-Debüt gab. Beide Formationen unterhielten die Zuhörer mit Coversongs und sorgten bei jüngeren wie älteren Konzert-Besucher für reichlich gute Laune. Marvin F. (24) aus Husum hatte es vor allem Coverdeal angetan. „Sehr, sehr geil“, lautete sein überschwängliches Urteil. Überhaupt: „Die Stimmung ist der Hammer und die Band so sensationell, dass ich mich kaum auf der Tanzfläche halten konnte.“ Ähnliche Eindrücke hatte auch Mitveranstalter Splisteser, will aber im kommenden Jahr versuchen, mit weniger Cover-Bands an den Start zu gehen. Ich kann verstehen, dass viele Gastronomen am liebsten die Band vom Vorjahr wieder hätten. Aber wir schöpfen aus einem Pool von insgesamt 4000 Bands. Da müssen wir auch mal wechseln, um die Spannung aufrecht zu erhalten.“

Die Festival-Besucher denken offenbar ähnlich. Das macht Splisteser daran fest, „dass die Zuhörerschaft am Spielort im Laufe eines Konzertabends oft vier bis fünf Mal wechselt.“ Das gelte selbst für die Locations, die – wie das TSBW – nicht gerade am Weg lägen oder – wie Hartmanns Landküche –
nur ein überschaubares Publikum vertrügen. Letztere war übrigens
auch zum ersten Mal dabei. Bei der obligatorischen Abschlussveranstaltung in der Messehalle war es mit der gemütlichen Kneipen-Atmosphäre dann allerdings vorbei. Ab 2 Uhr ließen sich dort überwiegend junge Besucher von Coverline einheizen. Deren Spektrum reichte von Top-Hits über Kult-Songs der 1980er-Jahre bis hin zu echten Oldies. Und wem das immer noch nicht reichte, der machte bis in den frühen Sonntagmorgen mit DJ Sergio weiter.

Kein Zweifel: Das Honky-Tonk-Kneipenfestival ist längst zu einer festen Größe im Konzertbetrieb der Kreisstadt geworden. Durch sein vielfältiges Angebot bringt es zudem ältere und jüngere Besucher mit ganz unterschiedlichen Musik-Geschmäckern auf die Beine – und manchmal sogar unter einem Dach zusammen. „Das wird auch so sein“, verspricht Splisteser. 3000 Besucher zeigten, dass Husum für das Honky-Tonk-Kneipenfestival ein „sehr guter Ort ist“.

 

>Fotos zum Honky-Tonk-Kneipenfestival sind unter www.facebook.com/husumer-nachrichten. de zu finden.

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