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Husumer Tierheim : 30 Katzen hoffen auf neue Betreuer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Neun Jahre lang hat sich ein Paar ehrenamtlich um die Bewohner des Tierheims in den Mausebergen gekümmert – im Juni wollen die beiden aufhören. Jetzt werden Nachfolger gesucht.

Inke Rath hat große Sorgen. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Husum und Umgebung sucht händeringend nach Menschen, die sich ehrenamtlich um die vierbeinigen Bewohner des Tierheims in den Mausebergen kümmern wollen. Das Frührentner-Ehepaar, das dort bisher für die Katzen und Kleintiere gesorgt hat, hört Ende Juni auf. Beide möchten nicht namentlich genannt werden. „Wir haben das jetzt neun Jahre lang ohne Unterbrechung gemacht, aber auch wir werden älter“, sagt die 64-Jährige, und ihr 55-jähriger Mann nickt dazu. Aber auch sie treibt hauptsächlich die Sorge um die Tiere um: „Uns kommt es nicht auf ein paar Tage oder Wochen an. Wenn keine vertrauenswürdigen und verlässlichen Nachfolger gefunden werden, bleiben wir auch noch ein bisschen länger.“

Beide hängen an den Katzen, von denen manche schon in der Einrichtung mit der Adresse Rödemisfeld 6 waren, als sie ihre Tätigkeit 2007 aufnahmen, und inzwischen kaum noch vermittelbar sind – keiner will so alte Tiere haben. Die viele Arbeit, die die Stubentiger machen, stört das Paar zwar nicht, aber sie würden einfach gerne mehr Zeit für sich haben. „Ganz wichtig ist für uns aber zunächst einmal, Menschen zu finden, die hier im Tierheim helfen wollen und absolut zuverlässig sind – vielleicht auch als Urlaubsvertretung.“

Zwar sind häufiger Praktikanten vor Ort, aber keiner war für eine längere Tätigkeit so richtig geeignet. „Ideal wären Rentner, die ihr Auskommen haben, denn wir stellen zwar das Haus zum Wohnen zur Verfügung, aber können kein Gehalt zahlen“, so Inke Rath. Natürlich werde aber auch jede andere Hilfe als Verstärkung gerne angenommen. „Erwartet werden Erfahrung im Umgang mit Katzen, Zuverlässigkeit und natürlich Tierliebe“, umschreibt die Vereinsvorsitzende die Anforderungen. Sie sei richtig geschockt gewesen, als sie Ende 2015 von der Kündigung erfuhr. „Wir mögen die beiden doch so gerne, und es klappt alles so gut“, sagt sie – und hofft wohl insgeheim, dass sich das Paar es noch einmal anders überlegt.

Wenigstens ist das Heim derzeit nicht überlaufen: 30 Katzen und einige Kleintiere wie Vögel hoffen auf ein neues Zuhause. Das war schon mal anders: „In Spitzenzeiten hatten wir bis zu 65 Katzen“, berichtet Inke Rath. Inzwischen habe sich aber die Kastrationsaktion des Kreises bemerkbar gemacht. „Und wir haben viele Tiere vermitteln können.“

Auch das Spendenaufkommen sei momentan stabil. „Wir sind auf die finanziellen Hilfen dringend angewiesen, um das Tierheim zu erhalten und erweitern zu können“, sagt Inke Rath. Das Heim ist vor 50 Jahren von ihrem Mann, dem Kunstkritiker Walter Rath, erbaut worden und soll nun umgestaltet werden. „Wir wollen neue Unterbringungsmöglichkeiten schaffen, damit künftig auch Pflegekatzen für einen begrenzten Zeitraum aufgenommen werden können.“ Die notwendigen Mittel dafür sollen unter anderem durch ein Crowdfunding-Projekt der Husumer Volksbank aufgebracht werden. „Wir freuen uns natürlich aber auch über jede andere große oder kleine Geld- oder Sachspende.“

Wer helfen will: Das Spendenkonto des Vereins ist bei der Nospa (BIC: NOLADE21NOS) und hat die IBAN DE74217500000000036137. Und wer sich vorstellen kann, im Tierheim als Betreuer zu arbeiten, ruft Inke Rath unter Telefon 04841/72216 an. Oder meldet sich unter Telefon 04841/72400 direkt im Tierheim.

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erstellt am 13.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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