Bilanz der Eiderstedter Amtswehr : 281 Einsätze im Amt Eiderstedt und in Tönning absolviert

Amtswehrführer Heinz-Dieter Hecke (l.) gratuliert Frerk Waßmann-Henning zur Ernennung zum Sicherheitsbeauftragten.
Amtswehrführer Heinz-Dieter Hecke (l.) gratuliert Frerk Waßmann-Henning zur Ernennung zum Sicherheitsbeauftragten.

383 Feuerwehrleute sind im Amt Eiderstedt und in Tönning im Einsatz. Insgesamt 281 Einsätze wurden 2017 abgearbeitet.

shz.de von
23. Mai 2018, 12:00 Uhr

Geringfügig weniger Mitglieder in den Feuer- und Jugendwehren sowie leichte Steigerungen bei den Einsätzen – das sind die Eckdaten der Bilanz der Eiderstedter Amtswehren für 2017. Die stellte Amtswehrführer Heinz-Dieter Hecke in der Delegiertenversammlung im Gerätehaus der Oldensworter Brandschützer vor. Anwesend waren 34 Vertreter der sieben Wehren amtsangehöriger Gemeinden sowie der Stadt Tönning. 2017 wurden insgesamt 281 Einsätzen absolviert. „Neben Routineangelegenheiten beschäftigten uns in den vergangenen Monaten häufig die Auswirkungen der Stürme und der starken Regenfälle“, erklärte Hecke. Der alljährliche Tag des offenen Gerätehauses am 11. Februar werde wegen der geringen Resonanz eingestellt. Mitgliederwerbung habe aber weiterhin eine hohe Bedeutung.

Zum neuen Sicherheitsbeauftragten für die Wehren der Halbinsel ernannte er Frerk Waßmann-Hennings aus Tating. Unter dem Beifall der Anwesenden wünschte er ihm viel Glück und würdigte die Leistungen von Reiner Ehlers, der das Amt vorher ausgeübt hatte.

Der Chef von derzeit 383 Ehrenamtlern dankte seinen Mitstreitern für die Bereitschaft, sich rund um die Uhr den Aufgaben und Herausforderungen zu stellen und für die gute Zusammenarbeit. Die werde auch mit der Amtsverwaltung, dem Kreisfeuerwehrverband und den Gemeinden gepflegt. Sein besonderer Dank galt dem neuen Oldensworter Wehrführer Stefan Kaltenbach, der mit seinem Team die Veranstaltung ausrichtete.

Amtsdirektor Herbert Lorenzen lobte das entspannte Verhältnis untereinander und die gute Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Technischen Hilfswerk. Die beiden Organisationen repräsentierten Dirk Benzmann, Leiter des Polizeireviers Husum, und der Chef des Tönninger THW, Ralf Oldehus. In seinem Grußwort nannte Oldensworts Bürgermeister Frank-Michael Tranzer die freiwilligen Wehren unverzichtbare Bestandteile des Gemeinwesens. Nach einem gemeinsamen Essen auf Einladung des Amtes kündigte der stellvertretende Kreiswehrführer, Wolfgang Clasen, an, dass die Werbebanner voraussichtlich noch vor den Sommerferien ausgeliefert werden. Sie sind mit Einschubtaschen versehen und können so durch Zusätze für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden. „Falls die Afrikanische Schweinepest unsere Region erreicht, ist die Feuerwehr gefordert, im Verbund mit anderen Sicherungsorganen ihren Löschzug Gefahrgut und Ergänzungseinheiten einzusetzen“, sagte er.

Über die Bedeutung der Erkundung von Einsatzstellen bei Bränden referierte Sönke Jensen von der Kripo Husum. „Die Brandbekämpfung hat immer Vorrang“, betonte der Beamte. Die Polizei habe parallel zu ermitteln, ob das Feuer infolge einer strafbaren Handlung ausgebrochen sei. Dabei seien Hinweise der Feuerwehrkräfte auf besondere Umstände wichtig. Dazu gehören dokumentierte Hinweise auf Einbruchspuren an Türen und Fenstern, auffällige Personen in der Umgebung, Hinweise auf Orte, an denen das Feuer ausgebrochen sein könnte, Sicherstellung von relevanten Gegenständen, wie Öfen und elektrische Geräte und die Wetterverhältnisse. Das Ausräumen von Mobiliar oder gar das Abreißen von Gebäudeteilen sollte nur nach Rücksprache mit der Polizei erfolgen.

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