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Wachablösung in der Türkei : 25 Husumer halten die Stellung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

128 Soldaten aus Husum kehrten vom Patriot-Einsatz in der Türkei zurück. Das Gros stellt jetzt für die nächsten vier Monate ein Kontingent aus Mecklenburg-Vorpommern. Auch der Kommandostab hat gewechselt.

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erstellt am 15.Feb.2014 | 13:00 Uhr

Fast 300 deutsche Soldaten schützen mit ihren Patriot-Systemen seit Januar vergangenen Jahres für jeweils vier Monate die türkische Stadt Kahramanmaras vor einem möglichen Raketenangriff von syrischer Seite. 128 Husumer Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 26 und des Flugabwehrraketengeschwaders 1 „Schleswig-Holstein“ hielten zuletzt auf dem Gelände der türkischen Gazi-Kaserne das Waffensystem einsatzbereit. Geführt wurde das deutsche Kontingent „Active Fence“ sieben Monate lang von Oberst Bernd Stöckmann, der im Juli den Husumer Kommodore des FlaRak Geschw 1, Oberst Marcus Ellermann, abgelöst hat. Gleichzeitig wurde auch der Husumer Kommandeur der FlaRakGrp 26, Oberstleutnant Uwe Fehr, als stellvertretender Kommandeur ersetzt.

Parallel zur Verlängerung des Mandates durch den Deutschen Bundestag, erfolgte jetzt der nächste Wechsel an der Spitze: Als Nachfolger Stöckmanns wurde Oberst Stefan Drexler die Verantwortung für die Südost-Flanke des Nato-Bündnisses vom Chef des Stabes Einsatzführungskommando der Bundeswehr, Brigadegeneral Peter-Georg Stütz, übertragen. Ein Großteil des neuen Kontingentes wird durch fast 150 Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern – und hier besonders aus Sanitz – gestellt. Auch der Kommandeur der FlaRakGrp 21, Oberstleutnant Dirk Weber, versieht nun als Nachfolger Fehrs seinen Dienst in der Türkei – als Chef des Stabes. Das Geschwader „S-H“ ist in den kommenden vier Monaten „nur“ mit 25 Soldaten im Süd-Osten Anatoliens vertreten. Erst mit dem Wechsel im Juni wird der Husumer Patriot-Verband wieder einen größeren Anteil stellen.

Brigadegeneral Stütz hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Einsatzes hervor: „Die sicherheitspolitische Situation in der Region des Nahen und Mittleren Ostens ist fragil. Der innersyrische Konflikt – gerade mal 100 Kilometer südlich von hier – wird trotz aller internationalen Bemühungen mit großer Härte weitergeführt.“ Trotz der fortschreitenden Vernichtung des syrischen Chemiewaffen-Arsenals verfüge das Nachbarland noch immer über Raketen, mit denen ein großer Teil des türkischen Territoriums erreicht werden könne.

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