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Husumer Nachrichten

20. August 2017 | 15:51 Uhr

18 Mann sorgen für mehr Sicherheit

vom

Deichbau auf Nordstrand lockt Touristen und auch Einheimische / Im Herbst beginnt die Winterpause

Nordstrand | Der Slogan ist Programm: "Heute schon Deich geguckt?" Damit wirbt nicht nur die Kurverwaltung Nordstrand für Akzeptanz bei Gästen zugunsten der laufenden Deich erhöhungs-Maßnahmen. So hat der Handels-, Gewerbe- und Vermieterverein (HGV) Nordstrand auch seine Homepage genannt. Dort können jederzeit aktuelle Informationen und Fotos zum Jahrhundertprojekt abgerufen werden. "Sie wird sehr oft angeklickt", freut sich der Vorsitzende Ralph Betzgen.

Aber auch die von ihm und seiner Mitstreiterin Maren Mölck angebotenen Baustellenführungen in Absprache mit dem Landesamt für Küstenschutz und Natur werden gut besucht. An diesem Tag nutzen 28 Damen vom Landfrauenverein Nordstrand die Gelegenheit dazu. "Nur 18 Leute arbeiten dank moderner Technik auf der Baustelle. Früher waren es Hunderte", erläutert Betzgen und löst damit allgemeines Staunen aus. Weit draußen stehe in der Fahrrinne der Saugbagger, von dem der Schlamm auf eine Schute verladen werde, die ihn zum "Tatort Deich" transportiere. Direkte Saugleitungen dürfen wegen naturschutzrechtlicher Auflagen nicht gelegt werden. Das koste viel Zeit. Nach seiner Einschätzung werden die Arbeiten bis zum Herbst wohl höchstens bis in Höhe der Brücke am Kurzentrum abgeschlossen werden können. Dann müsse der Deich bis zum Frühjahr ohnehin geschlossen werden.

"Der Deich ist bis dahin sturmflutsicher, haben mir die Bauingenieure erklärt", so Betzgen. "Das beruhigt mich", entgegnet Margret Maart, eine der Landfrauen, und eine andere stellt fest: "Dann haben ja die Anlieger erst mal Ruhe." Die Maßnahmen seien zwar wichtig, aber doch mit viel Lärm und Unannehmlichkeiten verbunden. Ständige Materiallieferungen durch Lastkraftwagen würden für viel Verkehr sorgen und die Straßen zusätzlich abnutzen. Ihres Wissens hätten auch Urlauber wegen des Baulärms in den Feriendomizilen in Nähe der Baustelle abgesagt.

"Gut, dass wir die Baustelle besichtigen dürfen", bringt es die Vereins-Chefin Brigitte Nadolny auf den Punkt. So hätte jeder noch einmal die notwendige Erhöhung des Deiches direkt betrachten können. "Jeder Nordstrander sollte wissen, was hier passiert, damit auch den Touristen erklärt werden kann, warum das alles sein muss", so Nadolny. Schließlich, so betont der HGV-Vorsitzende, bekomme die Halbinsel dadurch eine schöne Deichpromenade mit Verweilzonen und Flächen für Außen-Veranstaltungen. Im Hafenbereich Strucklahnungshörn werde zudem ein Gaststätten-Neubau für die ohnehin sanierungsbedürftige Gaststätte "Op de Diek" entstehen. Auf Nachfrage bestätigt Regina Reuß von der Kurverwaltung, dass nur vereinzelt Gäste wegen des Baus abgesagt hätten. "Wer sie richtig informiert, stößt auf Verständnis", so Reuß. Ansonsten empfehle sie den Besuch der Homepage www.heute-schon-deich-geguckt.de.

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erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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