Abschied vom Kreistag : 173 Jahre Engagement für Nordfriesland

Ehrung für verdiente Kreistagsabgeordnete (v. l.): Landrat Dieter Harrsen, Martje Thiesen, Lutz Martensen, Ingrid Marcussen-Kressin, Timo Ploog, Kerstin Mock-Hofeditz, Angelika Strenge, Gabriele Edlefsen, Margarethe Ehler, Telse Jacobsen, Paul Raffelhüschen, Hans Klein, Jörg F. von Sobbe und Matthias Piepgras mit Kreispräsident Heinz Maurus. Es fehlen: Dirk Althof, Horst Deyerling, Michael Drechsler, Gudrun Eufinger, Hans Jacobsen, Britta Lenz, Klaus Peters, Thomas Ries.
Ehrung für verdiente Kreistagsabgeordnete (v. l.): Landrat Dieter Harrsen, Martje Thiesen, Lutz Martensen, Ingrid Marcussen-Kressin, Timo Ploog, Kerstin Mock-Hofeditz, Angelika Strenge, Gabriele Edlefsen, Margarethe Ehler, Telse Jacobsen, Paul Raffelhüschen, Hans Klein, Jörg F. von Sobbe und Matthias Piepgras mit Kreispräsident Heinz Maurus. Es fehlen: Dirk Althof, Horst Deyerling, Michael Drechsler, Gudrun Eufinger, Hans Jacobsen, Britta Lenz, Klaus Peters, Thomas Ries.

Mit Dank und Respekt verabschiedet Nordfrieslands Kreispräsident Heinz Maurus verdiente Kreistagsabgeordnete.

shz.de von
05. Juli 2018, 16:00 Uhr

Von den 52 Mitgliedern des nordfriesischen Kreistages der Wahlperiode 2013 bis 2018 sind insgesamt 21 nicht mehr im neuen Kreistag vertreten. Kreispräsident Heinz Maurus verabschiedete sie jetzt in einer Feierstunde im Husumer Restaurant Rosenburg.

„Insgesamt haben Sie sich 173 Jahre und drei Monate lang ehrenamtlich für die Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises engagiert“, rechnete er vor und stellte fest: „Nun haben Sie sich ihren politischen Ruhestand auch mehr als verdient.“ Allerdings seien die 173 Jahre ungleich verteilt: Die kürzeste Zeitspanne betrug neun Monate, während zwei Abgeordnete sogar auf beeindruckende 28 Jahre zurückblickten.

Als Zeichen des Dankes überreichte Maurus allen Ausgeschiedenen eine Urkunde und einen Druck des bekannten Bredstedter Kupferstechers Peter Froese mit heimatlichen Motiven. Weniger als fünf Jahre waren dabei: Dirk Althof, Michael Drechsler, Hans Jacobsen, Telse Jacobsen, Klaus Peters und Matthias Piepgras. Auf genau fünf Jahre brachten es: Horst Deyerling, Gudrun Eufinger, Ingrid Marcussen-Kressin, Timo Ploog, Paul Raffelhüschen, Thomas Ries, Angelika Strenge und Martje Thiesen. Jeweils zehn Jahre lang waren Lutz Martensen, Kerstin Mock-Hofeditz und Gabriele Edlefsen im Kreistag Nordfriesland vertreten und füllten dabei auch Leitungspositionen aus: Die Pellwormerin Edlefsen war Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, die Husumerin Mock-Hofeditz leitete den Umweltausschuss und der Ladelunder Martensen war Vize-Vorsitzender des Wirtschafts- und des Arbeits- und Sozialausschusses.

Auf ganze 15 Jahre brachten es Margarethe Ehler aus Dörpum und Hans Klein aus Hattstedt. Ehler gehörte zehn Jahre lang als stellvertretende Kreispräsidentin zum Präsidium des höchsten Kreis-Gremiums und wirkte in den Ausschüssen für Arbeit und Soziales, Jugendhilfe sowie Kultur und Bildung mit. Hans Klein setzte Schwerpunkte im Haupt- und im Schul- und Sportausschuss sowie im Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters.

Besonders lang fielen Heinz Maurus' Abschiedsreden für die – aus beruflichen Gründen abwesende – Britta Lenz und für Jörg Friedrich v. Sobbe aus: Jeweils 28 Jahre ließ der Kreispräsident Revue passieren. Die Husumerin Britta Lenz leitete jahrelang den Gesundheitsausschuss, war stellvertretende Kreispräsidentin und Mitglied des Haupt-, des Kultur- und des Wirtschaftsausschusses. Daneben vertrat sie den Kreis unter anderem in den Aufsichtsräten der Klinikum Nordfriesland gGmbH und der Nordsee-Tourismus-Service GmbH.

Jörg von Sobbe aus St. Peter-Ording schließlich war 24 Jahre lang Mitglied und 13,5 Jahre lang Vorsitzender des Hauptausschusses. Er engagierte sich unter anderem in den Gremien der Nord-Ostsee-Sparkasse, des Landkreistages und der Region Sønderjylland-Schleswig.

Rekordverdächtige 15 Jahre lang war er erster Stellvertreter des Landrates. Nachdem Landrat Dr. Olaf Bastian den Kreis im Jahr 2007 überraschend verließ, um Staatssekretär zu werden, übernahm von Sobbe sechs Monate lang die Leitung der Verwaltung, bis Landrat Dieter Harrsen sein Amt antreten konnte.

„Sie alle haben als engagierte und meinungsstarke Abgeordnete vorgelebt, was kommunale Selbstverwaltung bedeutet. Sie haben eigene Schwerpunkte gesetzt und auf viel Freizeit verzichtet, um den Kreis voranzubringen. Für Ihren ehrenamtlichen Einsatz ist unsere Bevölkerung Ihnen zu tiefem Dank verpflichtet“, betonte Kreispräsident Maurus.

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