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Landesplanung gibt grünes Licht : 17 Baugrundstücke im Zentrum

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ostenfeld darf ein neues Baugebiet mit 17 Grundstücken erschließen, obwohl die Landesplanung anfangs Bedenken hatte. Mit dem neuen Areal hat Ostenfeld aber sein Kontingent bis 2025 ausgeschöpft.

Zu Beginn der jüngsten Gemeinderats-Sitzung verpflichtete Bürgermeisterin Eva-Maria Kühl Anne Clausen. Sie rückt für Anja Krüger nach, die durch Umzug ausgeschieden ist. Damit ist der 13-köpfige Gemeinderat wieder komplett. Bauausschuss-Vorsitzender Ralf Pehmöller berichtete: „Die Landesplanung hat uns nach dem Gespräch im Sommer 2014 warten lassen. Sie hatte Bedenken, dass Ostenfeld zu schnell wächst.“ Mit dem Baugebiet soll aber lediglich den zahlreichen Wünschen nach einem Bauplatz nachgekommen werden, eine entsprechende Nachfrage sei nun schließlich vorhanden. Mit dem innerörtlichen Baugebiet werde der Rahmen nun bis zum Jahr 2025 ausgeschöpft, so Pehmöller. Im ersten Schritt werde etwa die Hälfte der 17 Baugrundstücke vergeben. Der Anschluss des Geländes (ehemalige Gärtnerei Petereit) soll über die L 38 erfolgen. Die Gemeinde wird als Auflage auch 453 Meter Knick anlegen lassen. In einer öffentlichen Sitzung sollen die Grundstücks-Vergabekriterien bekanntgegeben werden. Und der Ausschuss-Vorsitzende sagte weiter: „Wir werden aber interkommunale Verhandlungen aufnehmen, wenn der B-Plan nicht ausreicht.“

Dann wurden sowohl der F- als auch der B-Plan für eine Fläche im Ortsteil Drellborg einstimmig geändert. Auf dem Gelände einer ehemaligen Biogasanlage soll ein Schüttlagerplatz eingerichtet und das Material verarbeitet werden. Die Planungskosten trägt die Firma.

Der Wasserverband Treene verlegt ein eigenes Breitbandkabel von Osterwittbekfeld zum Telekom-Anschlusspunkt in Ostenfeld, die Bürger-Breitband-Netzgesellschaft wird ein Leerrohr mitverlegen lassen. Die Nachbargemeinde Wittbek bekommt neue Windkraftanlagen. Die großen Teile dürfen ausschließlich über die L 37 (Husum-Ostenfeld) transportiert werden. Auf dem Wege nach Wittbek müssen dazu viele Bäume abgeholzt werden. Die Bürgermeisterin wörtlich: „Der Aufwand kennt keine Grenzen – eventuell muss sogar eine Verkehrsinsel entfernt werden. Die Kosten tragen die Windparkbetreiber. Auf den Ruheforst in Ostenfeld ist die Untere Naturschutzbehörde aufmerksam geworden. Der Wald darf künftig nicht mehr gefegt und geharkt aussehen.

Das Firmenkonsortium D2-Vodafon möchte im Bereich zwischen Ostenfeld und Wittbek bei der dortigen Kläranlage einen 40 Meter hohen Sendemast errichten, die Arbeiten sollen im Dezember abgeschlossen sein.

Ostenfeld möchte ländlicher Zentralort werden. Dazu die Gemeinde-Chefin: „Der Kreis bezeichnet uns als zentralen Ort – aber nicht als Zentralort. Wir stellen den Antrag, die Anerkennung wird durch ein förmliches Prüfungsverfahren geregelt.“ Einstimmig beschlossen: Die Gemeinde kauft einen Traktor für 55.000 Euro. Geschlossen zugestimmt wurde auch dem Wirtschaftsplan 2015 der Tagespflege in Winnert. Sie wird von neun politischen Gemeinden betrieben. Die durchschnittliche Tagesbelegung beträgt 11,2 Personen. An Personal sind dort durchschnittlich 10,6 Personen beschäftigt. Das jetzige Ergebnis: 56.000 Euro Minus – es ist von den Gemeinden zu tragen.

Freude im Rat. Beate Jepsen trug die Ergebnisrechnung des Haushalts 2014 vor. Sie schließt mit einer Verbesserung von 439.238 Euro ab – ursprünglich war von einem Fehlbetrag von 365.900 Euro ausgegangen worden. Es ergibt sich somit ein Jahresüberschuss von 73.338 Euro.

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