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Jugendwaldspiele in Lehmsiek : 143 Schüler auf Entdeckungstour

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Jugendwaldspiele im Lehmsieker Forst mit 143 Schülern waren gerade beendet, da setzte der Regen ein. Große Aufregung nach der Veranstaltung: Einer der beide Reisebusse steckte im weichen Seitenstreifen fest.

Ja, gewiss doch, das Dachsmarderhörnchen war auch wieder dabei. Oder hieß es am Ende gar Marderdachshörnchen? Jeder Jahrgang hatte in jedem Jahr für die Figur, die an einem „Drehstand“ selbst kreiert werden konnte, einen eigenen Namen erfunden. Eines hingegen ist in allen Jahren aber geblieben: Die große Freude, mit der die Grundschüler anlässlich der Jugendwaldspiele durch den großen Lehmsieker Forst streifen. 143 Schüler aus Schwabstedt, Ostenfeld, Friedrichstadt und der dänischen Hans-Helgesen-Skolen nahmen teil – der Regen hielt sich vornehm zurück und setzte erst ein, als die Veranstaltung beendet war.

Vor drei Jahren sorgte ein Streik der Busfahrer für einen Ausfall der beliebten Veranstaltung – und auch diesmal stand ein Streik an. „Ich weiß nicht, ob der Streik jedes Mal mit unserem Waldtag zusammenhängt“, grübelte Forstamtsleiter Claas Löhr-Dreier vom Forstamt Idstedtwege. Diesmal hatte er sogar Verstärkung mitgebracht: Forststudent Thies Mordhorst, der in Göttingen studiert, war mit im Einsatz. Schulleiter Björn Kasubke von der dänischen Schule aus Friedrichstadt leitete die Station 5 „Was gehört nicht in den Wald?“ Während der anschaulichen Demonstration fiel ihm „wie beiläufig“ schon mal die Plastiktüte aus der Hand – gefolgt vom lauten Aufschrei von Viertklässler Justin (11): „Halt, das gehört nicht hierher!“ Nein - und natürlich auch nicht die leeren Batterien, das weggeworfene Feuerzeug oder die von Schülerin Lisa gefundene Taschenlampe. 14 Stationen waren wieder aufgebaut und vermittelten lehrreiche Einblicke in die Natur.

Zu Beginn begrüßte der Vorsitzende Hans-Jürgen Mewes von der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ (SDW) die große Schar am Bauwagen der Waldkindergartengruppe. Mit Heinz-Otto Hansen und Ernst Honnens hatte er zwei tatkräftige Mitstreiter an seiner Seite. Die „Jugendwaldspiele“ werden unterstützt von der „Schutzgemeinschaft, den Volks- und Raiffeisenbanken sowie den Landesforsten. Mitten aus dem 140 Hektar großen Wald heraus gab Ernst-Otto Hansen schließlich per Jagdhorn das „Startsignal“. Per Laufzettel steuerten alle Gruppen die 14 Stationen an. An Station 3, die von der Försterei besetzt wird, ist Hans-Uwe Schnack mittlerweile schon eine echte Institution. Tradition hat auch die Aufgabe: Die Schüler sollen – ohne Zollstock – ein zehn Zentimeter langes Stück absägen. Mittendrin dann die bei allen beliebteste Station: Die SDW-Vorstandsmitglieder verteilen die Verpflegung. Und gut gestärkt wird dann am Stand von Martina Thiesen – so ganz nebenbei – das eingangs genannte Fabeltier kreiert. Etwas Besonderes hat sich die Waldgruppe des Schwabstedter DRK-Kindergartens, die hier ihr Revier hat, ausgedacht: Die Schüler dürfen über eine Niederseil-Strecke klettern.

Gute Frage: „Was passiert eigentlich mit dem vielen Laub, das in jedem Herbst auf den Boden fällt – und wie weit springen Tiere?“ Letzteres darf gerne selbst einmal ausprobiert werden. Oder: Wie schwer sind Fuchs, Hase oder Reh eigentlich? Beim Anheben staunen nicht nur die Schüler über das gelegentlich stattliche Gewicht. Nachdem dann auch noch Vogelstimmen richtig erkannt sind, dürfen alle noch einmal auf dem Wald-Thron Platz nehmen – dann gibt es zum Abschluss gegen Mittag noch eine kleine Baumscheibe als Erinnerung und reichlich Spektakel: Einer der beiden Reisebusse sackte mit den rechten Rädern auf der Bankette ein und saß dort fest. Erst nachdem Landwirt Kai Hensen aus Lehmsiek einen Schlepper vorgespannt hatte, konnte der Bus langsam wieder auf den Weg gezogen werden.

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