St. Peter-Ording : 1300 Meter voller Informationen

Levke Brauer (flankiert von Constanze Höfinghoff und Matthias Kundy) zerschneidet feierlich das Band und eröffnet damit offiziell den neuen Naturlehrpfad in St. Peter-Böhl.
Levke Brauer (flankiert von Constanze Höfinghoff und Matthias Kundy) zerschneidet feierlich das Band und eröffnet damit offiziell den neuen Naturlehrpfad in St. Peter-Böhl.

Wissenswertes über Vogel-, Pflanzen-, und Meereswelt: In St. Peter-Böhl ist ein neuer Naturlehrpfad eröffnet worden.

shz.de von
08. Juli 2018, 21:00 Uhr

Böhl hat vor, hinter und auf dem Deich jede Menge zu bieten – man muss es nur wissen: Strand und Pfahlbauten, Salzwiesen und Dünen, Deich und Leuchtturm – und ab jetzt auch ein ganz neues Besucherinformationssystem (BIS).

In Böhl gibt es einen Naturerholungsraum, der seinesgleichen sucht. Das erfährt der Deich- und Dünenwanderer entlang eines neuen Naturlehrpfades. Dieser verläuft von der Strandüberfahrt (Parkplatz) auf der Deichkrone bis hin zum Leuchtturm. Von dort geht es landseitig auf dem Weg vor dem Dünenwäldchen und über die Campingplätze zwischen Deich und Dünen zurück. Der Naturlehrpfad führt über eine Distanz von 1,3 Kilometern und ist ausgestattet mit 14 Infoelementen – zum Beispiel zu den Themen Sandsalzwiesen oder „arrr…arrr..arrr-Froschkonzerte“ in den Abendstunden. „Mit diesen Tafeln werden unsere Gäste noch besser über die Besonderheiten der wunderschönen Natur in Böhl informiert“, erklärte Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff. „Denn Menschen sind bereit, Einschränkungen hinzunehmen, wenn sie wissen, warum“, berichtete sie anlässlich der ersten offiziellen Begehung des Pfades.

Von der Rundbank am hundertjährigen Leuchtturm hat man zusätzlich Richtung Pfahlbauten und Nordsee einen hervorragenden Blick auf die Salzwiesen mit grasenden Rindern. Für Kinder gibt es nicht weit vom Leuchtturm auch einen Spielplatz, wenn man vom Deich aus an der Schutzhütte vorbei den Weg zurück wählt.

Matthias Kundy von der Nationalparkverwaltung informierte über das Entstehen dieses neuen BIS. Mitgewirkt hat in Kooperation von Nationalparkverwaltung (NPV) und Tourismus-Zentrale auch die Schutzstation Wattenmeer. Diese betreut unter Leitung von Sabine Gettner mit freiwillig Dienstleistenden das Nationalparkhaus in der Dünen-Therme und nutzt den Böhler Raum für Exkursions-Angebote. Der Aufwand sei zwar groß gewesen, aber lohnenswert. „Mehr als 60 Prozent der Besucher betonen die Wichtigkeit dieser Tafeln“, sagte Kundy.

Feierlich war der Augenblick, als Levke Brauer – sie ist seit Mai seitens der NPV zuständig für die Naturerlebnisangebote in St. Peter-Ording – das symbolische Schleswig-Holstein-Band zerschnitt.

Das BIS in St. Peter-Ording umfasst nun 73 Elemente an insgesamt 40 teils ganzjährigen, teil saisonalen Standorten in Ording, Bad, Dorf und nun endlich auch wieder in Böhl. Informiert wird allgemein über den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer sowie über Vogel- und Pflanzenwelt und, wie in Böhl, auch über Strandausritte, Kiten und Hunde am Strand.

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