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Spundwand-Sanierung in Friedrichstadt : 130 Tonnen Stahl werden im Boden versenkt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Friedrichstädter Ostersielzug beginnt am Montag (20. Januar) auf 190 Meter Länge die Sanierung der Spundwand. 130 Tonnen Stahl werden in den Boden versenkt, um die Uferböschung zu sichern.

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erstellt am 15.Jan.2014 | 17:00 Uhr

Große Irritationen bei den Verkehrsteilnehmern in Friedrichstadt. Wer wie gewohnt mit seinem Auto von der Schleswiger Straße kommend in die Straße Am Ostersielzug einbiegen wollte, stellte fest, dass dort entlang der Gracht eine Einbahnregelung gilt. Der Grund: die anstehenden Spundwandarbeiten. Auf dem Bürgersteig entlang der Gracht und auf der halben Fahrbahn wurden Platten zum Schutz der Beläge ausgebracht, damit diese nicht durch die Baufahrzeuge beschädigt werden. Kurzfristig gab es gestern noch einen Ortstermin, an dem Vertreter des zuständigen Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) und Friedrichstadts Bürgermeister Eggert Vogt teilnahmen, denn einige Bäume entlang des Wasserweges sollten eigentlich gefällt werden, um die Arbeiten zu erleichtern. „Wir haben nun aber eine Lösung gefunden“, sagt Vogt. „Die Bäume werden nur gekappt und bleiben stehen.“

Die Sanierung der Uferböschung ist dringend nötig, denn sie stammt bereits aus den 1960er Jahren und ist sehr steil. Bevor allerdings mit den eigentlichen Arbeiten begonnen werden kann, muss der Uferbereich vom Bewuchs befreit werden, wie Florian Schröter vom LKN mitteilt. Dann erst beginnt der Ausbau der bestehenden Böschung, die aus Schüttsteinen besteht. Auf einer Länge von 190 Meter soll das Ufer durch eine Stahlspundwand vor dem Abrutschen gesichert werden.

Insgesamt werden rund 130 Tonnen Stahl in den Boden versenkt, unterteilt in Einzelelemente zwischen 6,25 bis 7,25 Meter Länge. Wie auch schon bei der Sanierung der ersten Abschnitte im Osterburggraben, werden die Anlieger von den Spundwandarbeiten kaum etwas mitbekommen, da lediglich die Startplatten mit einem erschütterungsarmen Vibrationsverfahren eingebracht werden. Die weiteren Stahlelemente sollen mit enormen Druck in ihre Position gepresst werden. Anders als bei früheren Rammverfahren entstehen bei dieser Methode kaum Erschütterungen an Gebäuden.

Auf dem 190 Meter langen Teilstück sind die Arbeiten aber nach dem Einbauen der Spundwand noch nicht beendet. Denn vor die Stahlwand wird wieder eine Steinschüttung aufgebracht, insgesamt sind es 620 Quadratmeter, die vorher auch ausgebaut worden sind. Dadurch wird der Uferbereich des Ostersielzugs nach Fertigstellung optisch kaum vom heutigen Zustand zu unterscheiden sein – lediglich der Bewuchs fehlt und die Bäume sind gekappt. Die Arbeiten beginnen Montag kommender Woche und sollen, wenn alles nach Plan verläuft, Ostern, zum Auftakt der Saison, abgeschlossen sein.

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