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Verbündete in Sachen Küsten-Tourismus : 130 Partner für den Nationalpark

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die weltweit einmalige Natur des Wattenmeeres und naturverträgliche Qualitätsstandards sind entscheidend für den Erfolg des Tourismus an der Küste. Dafür stehen auch 130 Nationalpark-Partner, die ihr Jahrestreffen in Breklum abhielten. In Zukunft sollen es noch mehr werden.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2014 | 19:00 Uhr

„Der Tourismus ist der stärkste Wirtschaftsfaktor an unserer Küste und der Nationalpark sein starker Verbündeter“, erklärte der Leiter der Nationalparkverwaltung, Dr. Detlef Hansen, beim Jahrestreffen der Nationalpark-Partner in Breklum. Mit diesem Netzwerk sei es gelungen, naturinteressierten Urlaubern spezifische und attraktive Angebote zu machen und den regionalen Tourismus zu stärken. „Sie arbeiten kräftig daran, unseren Gästen den Nationalpark und das Weltnaturerbe von ihren schönsten Seiten zu zeigen, sie sind die touristischen Geschmacksverstärker des Wattenmeeres“, dankte Hansen den inzwischen 130 Nationalpark-Partnern.

Hansen berichtete von einer aktuellen Studie, die aufzeigt, dass 17 Prozent der Westküstenurlauber Nationalpark-Touristen sind, die eine jährliche Wertschöpfung von 89 Millionen Euro generieren, was rechnerisch 4.700 Arbeitsplätzen entspricht. Die Nationalpark-Partner haben die wirtschaftliche Bedeutung des Nationalpark-Tourismus als Erste erkannt, lobte Hansen.

Matthias Piepgras, Vorsitzender des Vergaberates der Nationalpark-Partner, erläuterte, wie sich das Gremium bei der Entwicklung der Strategie für nachhaltigen Tourismus im Wattenmeer und der Diskussion um den Evaluierungsbericht zum Nationalpark beteiligt. „Wir sollten unsere Partnerschaft noch selbstbewusster nach außen tragen und untereinander und mit anderen noch aktiver netzwerken.“

Nationalpark-Partner sind regionale Unternehmen aus den Kategorien „Unterkunft und Gastronomie“, „Natur und Erlebnis“, „Orte und Infostellen“ sowie „Reisen und Verkehr“. Sie erfüllen die Viabono-Umweltkriterien, bieten eine besonders hohe Servicequalität, identifizieren sich mit dem Nationalpark und wirtschaften naturverträglich. Auch Hof- und Fahrradläden, Galerien und Informationszentren möchten Nationalpark-Partner werden, konnten es aber nicht, da es für sie bisher keine Kriterien gab. Das beim Jahrestreffen vorgestellte „Bingo-Projekt“ von Nationalparkverwaltung sowie Insel- und Halligkonferenz wird dies nun ändern. Noch bis zum Juni werden über die Hamburger Firma „Inspektour“ und den Vergaberat Standards erarbeiten, die weiteren Einrichtungen die Tür zur Nationalpark-Partnerschaft öffnet.

Wie in den vergangenen Jahren wurde ein Partner besonders geehrt: Diesmal war es der „Mars Skipper“-Hof bei Tönning für die besten barrierefreien Angeboten aller Nationalpark-Partner. Auf dem weitläufigen Gelände und im Haubarg können Kinder und Jugendliche, Menschen mit und ohne Handicap, mehr als 80 Spielstationen erforschen. Die Beherbergungsräume sind komplett behindertengerecht ausgebaut.

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