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Jubiläum in Mildstedt : 125 Jahre für jedermann im Dienst

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Feuerwehr Mildstedt feierte ihr 125-jähriges Bestehen. Die von Dr. Martin Sörensen vorgetragene Festrede sorgte für Staunen und Lacher, als er das Telegramm eines Brandverursachers an dessen Mutter verlas.

125 Jahre Feuerwehr Mildstedt, gefeiert wurde mit zahlreichen Ehrengästen. Beifall gab es für die finnischen Feuerwehren aus Taivassalo, deren Leiter Juko Koski seine Rede zur großen Freude der vielen Teilnehmer in deutscher Sprache hielt. Wehrführer Hartmut Jessen grüßte mit Südämelliesti Tervetulosa (herzlich Willkommen). Die finnische Delegation hatte eine hohe Auszeichnung mitgebracht – sie verliehen dem Wehrführer die Silberne Verdienstmedaille des Verbandes der finnischen Feuerwehren. Eine hohe Auszeichnung aus dem eigenen Lande überreichte Kreiswehrführer Christian Albertsen – er überreichte seitens des Landesfeuerwehrverbandes das „Schleswig-Holsteinische Ehrenkreuz in Silber“.

„Vieles hat sich seit der Gründung 1889 bis heute geändert“, gab Wehrführer Hartmut Jessen zu bedenken. „Die Aufgaben sind vielfältiger geworden, die Technik hat sich geändert, die Ausbildung ist umfangreicher und fundierter geworden.Die Feuerwehr hat sich zum modernen Dienstleistungsunternehmen gewandelt. Leider finden sich jedoch immer weniger Freiwillige. So können wir froh sein, dass durch unsere Jugendwehr ein Teil des Personalbedarfs in der Einsatzabteilung gesichert ist.“ Eine eindrucksvolle 124-seitige Festschrift hatte der Arbeitskreis Mildstedter Chronik unter Leitung von Dr. Christian Martin Sörensen erstellt. Mehrere „Zeitnehmer“ attestierten ihm „eine 48-minütige brillante Festrede“. Darin enthalten: 32 Männer meldeten sich zur Gründungsversammlung, davon sind heute noch drei Ur-Ur-Enkel in der Wehr dabei. Große Heiterkeit erntete Dr. Sörensen, als er das Telegramm eines Brandverursachers verlas, in dem dieser seiner Mutter kurz und knapp telegrafierte: „Pfannkuchen gebacken; sieben Häuser abgebrannt. Eduard.“ Er hatte beim Pfannkuchenbacken einen Großbrand ausgelöst.

Derzeit gehören der Mildstedter Feuerwehr 53 Kräfte in der Einsatzabteilung, 20 in der Ehrenabteilung, sowie 33 Jugendfeuerwehrleute und 418 fördernde Mitglieder an. Hartmut Jessen ist der 13. Wehrführer seit der Gründung. 2006 erarbeitete sich die Wehr den ersten und 2012 den zweiten „Roten Hahn“. Landrat Dieter Harrsen äußerste sich sehr beeindruckt von dem Festvortrag seines Vorgängers: „Wir wissen schon, warum wir ihn zum Kulturpreisträger ernannt haben.“ Als Vertreter des Ministerpräsidenten überreichte der Landrat Urkunde und Glocke als Geschenk. Bürgermeister Bernd Heiber dankte und sagte: „Aus einfachen Anfängen hat sich unsere Feuerwehr zu einer schlagkräftigen Rettungsorganisation entwickelt.“ Kreisbrandmeister Christian Albertsen verlas aus der Personalkarte des Gemeindewehrführers: „18 Jahre Gemeindewehrführer, nie in der Jugendwehr gewesen – doch die Wertigkeit der Jugendwehr früh erkannt. Bei der Feuerwehr Mildstedt läuft alles.“ Und der 56-jährige ist ansteckend, Ehefrau Birte und sein Sohn sind beide in der Wehr.

Ein eindrucksvolles Bild bot der Einmarsch der Vereine mit ihren Fahnen. Eine fallende Stecknadel wäre zu hören gewesen, als Albertsen anschließend zur Fahnenweihe schritt.

Lang war die Liste der Ehrengäste: Landrat Dieter Harrsen, Amtsvorsteher Ralf Heßmann, LVB Claus Röhe, Bürgermeister Bernd Heiber, sein stellvertretender Amtskollege aus der von der Mildstedter Wehr mitversorgten Nachbargemeinde Südermarsch, Hans Röh, Mildstedts Ehrenbürgermeister Klaus Hinrichs, Kreisbrandmeister Christian Albertsen, Ausbildungsleiter Johannes Christiansen, Amtswehrführer Tim Petersen vom Amt Nordsee-Treene mit Stellvertretern Hans-Detlef Norden und Hermann Rudolph, den Vize Bereitschaftsführer der Feuerwehrbereitschaft NF, Michael Schulz, Abordnungen der Nachbarwehren aus Husum, Koldenbüttel, Oldersbek, Rantrum und Simonsberg, Polizeileiter Erich Brethauer aus Husum, Jörg Markussen vom THW Husum, Pastor Peer Munske, zahlreiche Gemeindevertreter, Vereinsabordnungen mehrere Geschäftsführer, Kindergartenleiterinnen. Aus der Partnergemeinde Karlshagen waren der Amtsvorsteher des Amtes Usedom Nord, Christian Höhn, und sein Stellvertreter, Thomas Ihns, sowie Aktive der Karlshagener Wehr angereist. Für die Musik sorgte der Musikzug der FF Hattstedt-Wobbenbüll unter Leitung von Telse Deusen.

 

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