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Husumer Nachrichten

19. August 2017 | 09:31 Uhr

Grosses Repertoire : 100 Lieder im Kopf

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Musikgruppe Margit un de Freesenjungs aus Breklum feiert am Sonnabend, 22. Februar, ihren 25. Geburtstag. Ein öffentliches Chorsingen im großen Rahmen mit vier Shanty-Chören und einer Mundart-Gruppe folgt dann im Juli.

Aus einer „Schnapsidee“ heraus geboren, gehört der Shanty-Chor „Margit un de Freesenjungs“ mittlerweile zum festen Bestandteil der musikalischen Kulturlandschaft Nordfrieslands. Derzeit sind 30 aktive Sänger, drei Akkordeonspieler und ein Gitarrist mit im Boot. Sie feiern heute im internen Kreis das 25-jährige Jubiläum der Musikgruppe. Die Öffentlichkeit ist für den 27. Juli eingeladen: Dann findet ein Chorsingen in der Koogshalle statt. Mit dabei sein werden vier Shanty-Chöre und eine Mundart-Gruppe.

Gründungsmitglied und jetziger Schriftführer Rainer Carstensen erinnert sich: „Es war im Juli 1988. Da saßen wir fröhlich beim Breklumer Dorffest am Tresen. Akkordeonspielerin Margit Brandenburg war mit dabei. Wir überlegten, wie wir am besten einen Gesangsbeitrag auf die Beine stellen könnten.“ Schnell stand fest: Wir gründen einen Chor. Fortan übten sie mit Eifer mehrstimmige Heimat- und Seemannslieder, unterstützt von Instrumenten. Den Taktstock führte Bernd Petersen. Mit Blick auf die Heimat und die einzige Frau in der Männerwelt ergab sich der Name von selbst: Margit un de Freesenjungs. Binnen vier Monaten wuchs der Chor auf 26 Sänger und einen Gitarristen. Die Gründungsversammlung fand im Februar 1989 statt. Zehn Jahre später erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister.

Zum ersten Vorsitzenden hatten die Mitglieder Hans Werner Carstensen erkoren. Der gab auch als Vorsänger den Ton an. Weißes Hemd, schwarze Hose, Elbsegler und rotes Halstuch wurden zum Erkennungszeichen der Gruppe. Carl-Heinz Ketelsen übernahm 1993 die musikalische Leitung. Er organisierte viele auswärtige Auftritte, wie beispielsweise in Gronau, Koblenz und Ansbach. Bei der Kieler Woche fuhren die Nordfriesen auf dem Begleitschiff der Landesregierung mit, sie waren auf der Grünen Woche in Berlin mit dem Ehrengast, dem damaligen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen, dabei, und sie beteiligten sich bei Konzerten des Nordfriesischen Sängerbundes und vielen Shanty-Chor-Treffen.

2002 gab Ketelsen den Dirigentenstab an Erwin Lübke weiter. „Wir kommen jetzt auf gut 100 Lieder, die wir ohne Notenvorlage singen können“, berichtet Lübke. Seit 2008 unterstützt ihn bei der Leitung Bernhard Petersen. Ein professioneller Übungsleiter sorgt für gesangliche Ausbildung. Zwei CDs „Dat is Freesland“ und „Wenn weiße Wolken wandern“ sind auf dem Markt, die dritte ist in Arbeit. Geübt wird jeden Montag von 18.30 bis 20 Uhr bei Möllgaard. „Wir freuen uns über jeden neuen Sänger oder Musiker“, sagt der erste Vorsitzende, Dr. Karl-Ludwig Albrecht.

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