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Kirchenkreis Nordfriesland : 1,7 Millionen Euro mehr eingenommen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Über unerwartete Mehreinnahmen in Höhe von 1,7 Millionen Euro freut sich der Kirchenkreis Nordfriesland. Die Synode verabschiedete den Haushalt einstimmig.

„Das Jahr 2015 war ein sehr gutes Jahr“, freute sich Propst Dr. Kay-Ulrich Bronk bei der Vorstellung der Jahresrechnung im Rahmen der
19. Synode des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Nordfriesland im Christian-Jensen-Kolleg in Breklum. „Wir haben 1,7 Millionen Euro mehr eingenommen als geplant.“ Insgesamt erbrachte das vergangene Jahr mehr als 14 Millionen Euro an Kirchensteuern. „Dafür haben wir inhaltlich auch viel getan und für die Zukunft geplant. Der Kirchenkreis versucht, immer nah bei den Menschen zu sein.“ Langfristig würden die Einnahmen allerdings nicht so bleiben, so Bronk.

Gut zwei Drittel der 99 Synodalen aus den 65 Kirchengemeinden des Kreises nahmen am vergangenen Sonnabend an der harmonisch verlaufenen Zusammenkunft teil. So wurde denn auch der Haushalt 2016 einstimmig verabschiedet. Propst Jürgen Jessen-Thiesen wünschte sich in Bezug auf die Flüchtlingsdebatte im Rahmen der kirchlichen Arbeit mehr Einmischung in die Politik. „Nach der Arbeit in den Erstaufnahmen müssen wir uns jetzt vorrangig um Integration kümmern.“ Dabei berichtete er über die unterschiedlichsten Angebote in den verschiedenen Einrichtungen. Aus Mangel an Pastoren sei das Angebot an Gottesdiensten zu gering, wurde Kritik aus den Reihen der Synodalen laut. Einstimmigkeit herrschte beim Beschluss über „Handlungsrichtlinien für eine Kultur vertrauensvollen Miteinanders“. Darin ist unter anderem die Forderung enthalten, von Pastoren sowie allen haupt-, neben- und ehrenamtlich Tätigen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, alle fünf Jahre ein Führungszeugnis zu fordern.

Umfassend wurde das Finanzierungkonzept zum Erhalt der Kirchenlandschaft Eiderstedt diskutiert. Laut Gutachten beläuft sich der Finanzbedarf für die 18 unter Denkmalschutz stehenden Kirchen auf rund 18,7 Millionen Euro. Sofern entsprechende Komplementärmittel bereitgestellt werden, bezuschusst der Haushaltsausschuss des Bundestages das Projekt mit 9,35 Millionen Euro. Um das Vorhaben zu realisieren, will der Kirchenkreis ein Darlehen in Höhe von 7,5 Millionen Euro aufnehmen, der Rest soll unter anderem über Fundraising aufgebracht werden. „Weil Geld nicht vom Himmel fällt werden jetzt ,Eiderstedter Schutzengel‘ gesucht“, so Pastor Michael Goltz. Die Engel sollen bei der Spendensuche helfen. Am Ende wurde das Finanzierungskonzept einstimmig befürwortet.

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