Ein Artikel der Redaktion

Serie Neubaugebiete Wohnen mit Blick in die Marsch Eiderstedts

Von Torsten Beetz | 20.12.2014, 12:00 Uhr

Das Ehepaar Günter und Elisabeth Ketels zog innerhalb der Gemeinde Katharinenheerd von der Martje-Flohrs-Straße in den Lerchenweg um – und hat diesen Schritt nicht eine Minute bereut.

Ein altes Gebäude und dazu noch ein 2.500 Quadratmeter großes Grundstück. „Wer soll sich darum kümmern, wenn wir irgendwann nicht mehr können – oder auch mal nicht mehr sind?“, sagt Günter Ketels und schaut vom Esszimmertisch aus in die Weite der Eiderstedter Marsch. Der 89-Jährige hat sich aus diesem Grund mit seiner Frau Elisabeth (80) im Lerchenweg ein neues Haus bauen lassen – und im Juni 2013 bezogen. Er denkt noch immer gerne an die schönen Zeiten in seinem alten Haus mit Schankwirtschaft und Viehwaage zurück – bereut es aber keine Minute, den Schritt ins moderne Eigenheim im Neubaugebiet Katharinenheerds gegangen zu sein. „Bestens“, sagt der Eiderstedter. Soll heißen: Eine Steigerung gibt es also nicht mehr.

Es war Pfingsten 2012. An dem Wochenende reifte beim Ehepaar Ketels der Entschluss, noch einmal neu zu bauen. Ein geeignetes Grundstück war schnell in der Heimatgemeinde gefunden. Auf einer 1.033 Quadratmeter großen Parzelle ließ sich das Ehepaar Ketels ein schmuckes Einfamilienhaus erstellen. Nicht weniger als 110 Quadratmeter Wohnfläche haben die beiden für sich zur Verfügung – mit Luft nach oben. Denn im Dachgeschoss befindet sich eine nicht unerhebliche Ausbaureserve. „Für uns genügt das. Aber wer weiß schon, was unsere Nachfolger irgendwann mit diesem Haus vorhaben“, sagt Günter Ketels ganz pragmatisch.

Ganz wichtig war eine offene Küche. Von dort aus schaut Elisabeth Ketels aus den Fenstern – und hat einen Überblick über die Eiderstedter Vielfalt: Sonnenuntergang und Weite im Westen, Dünenlandschaft mit Strandhafer auf dem Wall beim Nachbarn im Norden und das alte Katharinenheerd im Süden. Von der Küche hat die Hausherrin überdies den Wohn- und Essbereich im Blick – und somit stets Kontakt zu Ehemann oder Besuch. Im Erdgeschoss befinden sich zudem zwei Schlafzimmer, ein Hauswirtschaftsraum und ein großzügiges Bad mit barrierefreier Dusche. „Alles seniorengerecht“, erklärt Elisabeth Ketels, die auf eine Speisekammer verzichtet hat. Sie gibt zu, dass sie sich daran anfangs noch habe dran gewöhnen müssen. „Die habe ich wirklich entbehrt, denn ich war es so gewohnt“, sagt die Eiderstedterin, die sich mittlerweile aber arrangiert hat: „Weniger Vorratshaltung“, verrät sie des Rätsels Lösung. Im Obergeschoss gibt es ein Gästezimmer, ein weiteres Bad und die bereits erwähnte Ausbaureserve. Als angenehm empfindet das Ehepaar die zentrale Lüftungsanlage, die für ein angenehmes Klima in den eigenen vier Wänden sorgt.

Das Haus ist pflegeleicht – auf Auslegeware haben Günter und Elisabeth Ketels bewusst verzichtet. Stattdessen sind im gesamten Haus Fliesen und Laminat als Bodenbelege zum Einsatz gekommen. „Außerdem muss ich keine Heizkörper mehr putzen“, sagt die Katharinenheerderin, die sich über die Fußbodenheizung im Haus freut. Lediglich in den Badezimmern sind Handtuchwärmer installiert worden.

Sämtliche Arbeiten im und am Haus hat das Ehepaar von Handwerkern erledigen lassen. Mit dem Chef des Baugeschäfts ist Elisabeth Ketels zuvor durch einige Baugebiete gefahren, um sich einen schönen Verblendstein fürs neue Haus auszusuchen. „Fliesen und Laminat haben wir dann zusammen mit unseren Kindern ausgewählt“, sagt die Eigenheimbesitzerin.

Elisabeth und Günter Ketels freuen sich jeden Tag aufs Neue, in ihrem neuen Haus zu wohnen. Lebten sie zuvor direkt an der vielbefahrenen Bundesstraße, genießen sie jetzt die Ruhe und Beschaulichkeit im Neubaugebiet. Von dort aus sind die beiden zu Fuß auch schnell im Gemeindehaus – dort organisiert Elisabeth Ketels gemeinsam mit drei weiteren Frauen aus dem Ort den Seniorenkaffee.

Sollte sie irgendwann einmal auf ihr Auto verzichten müssen, ist das für sie kein Problem. „Wir haben doch einen Bahnhof im Ort“, sagt die Katharinenheerderin. „Und so kann ich zu jeder Stunde von dort aus in die große, weite Welt fahren.“