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Viöler um viel Geld betrogen Polizei warnt vor falschen Microsoft-Mitarbeitern

Von Husumer Nachrichten | 20.08.2020, 13:19 Uhr

Täter schlugen per Telefon zu: Angeblich war der PC des Opfers von einer Schadsoftware befallen.

Der 18. August war ein schwarzer Tag für einen 60-jährigen Viöler. Durch Betrüger verlor er einen hohen vierstelligen Geld-Betrag. Das teilt die Polizeidirektion Flensburg jetzt mit.

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Der Mann wurde im Laufe des Tages von angeblichen Mitarbeitern der Firma Microsoft telefonisch kontaktiert. Ihm wurde in diesem Gespräch von einer männlichen Person mitgeteilt, dass sein Computer von einer Schadsoftware befallen sei und nun bereinigt werden müsse, heißt es weiter von Seiten der Polizei.

Hierzu loggte sich eine weitere Person mit Hilfe einer Fernwartungssoftware mit Einverständnis des Geschädigten auf dessen Computer ein. Im Laufe der vorgetäuschten Bereinigung wurde dem Viöler dann mitgeteilt, dass auch die Online-Banking-Daten von dem Virus betroffen seien. Die Täter verlangten daraufhin das Einloggen in das entsprechende Online-Banking-Programm.

Auf diese Weise war es den Betrügern möglich, einen hohen Geldbetrag durch Überweisung zu erlangen. Nachdem die Abbuchung bemerkt wurde, erstattete der 60-Jährige Anzeige bei der Kriminalpolizei Husum.

Deutschlandweite Betrugsmasche

Diese Betrugsmasche wird immer wieder im ganzen Bundesgebiet gemeldet. Die Polizei weist darauf hin, dass Unternehmen wie Microsoft keinen Einblick auf ihre Computer haben und folglich nicht wissen können, ob der PC von einer Schadsoftware befallen ist. Somit werden solche Anrufe, die meist mit softwaregenerierten, ausländischen Rufnummern durchgeführt werden, nur als Vorwand genutzt, um an die Bankdaten der Opfer zu gelangen. Die Polizei rät dazu, solche Anrufe sofort zu unterbrechen.