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Husum Harte Zeiten für Tönning: Vortrag über Herzog Friedrich III.

Von hn | 02.03.2010, 09:39 Uhr

"Herzog Friedrich III.

- Sein Tod und eine ,höchst beschwerte Bürgerschaft. Die Festungsstadt Tönning in den Jahren 1657 bis 1660." Das ist der Titel eines Vortrags der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte (www.husumer-stadtgeschichte.de) im Nordsee-Museum. Christiane Witte aus Tönning steigt am Donnerstag, 4. März, um 19.30 Uhr tief in die Geschichte ein und berichtet von höchst unruhigen Zeiten vor 350 Jahren in der Eiderstadt. Von 1657 bis 1660 herrschte Krieg zwischen Dänemark und Schweden. Herzog Friedrich III. (im Bild) gelang in Verhandlungen, die Neutralität Gottorfs durchzusetzen, musste aber der Übergabe des Gottorfer Schlosses zustimmen und sich 1658 auf das Tönninger Schloss zurückziehen. 1657 und 1658 kamen mehrere Regimenter in die Stadt. Die Bevölkerung litt sehr darunter, da sie für Wohnraum und Verpflegung sorgen musste - eine große Belastung, denn Tönning bestand nur aus 400 Häusern. Herzog Friedrich, seine Frau Maria Elisabeth und einige ihrer Kinder sowie ein Teil des Hofstaats wohnten im Schloss. Dort starb der Herzog am 10. August 1659. 13 Monate lang stand der Sarg in Tönning, bevor er ins Husumer Schloss überführt wurde. Dort blieb er weitere vier Monate, weil die Gruft im Schleswiger Dom erst umgebaut werden musste.

Dr. Birger Hutzfeld zeigt an diesem Abend einen Leporelloband, in dem der Gottorfer Hofgelehrte Adam Olearius das "Leichenbegängnis" dargestellt hat. Dieser und viele andere Bände aus der Bibliothek der Hermann-Tast-Schule konnten mit großzügiger Hilfe durch Detlev Auvermann und Restaurator Stefan Heiland wieder in einen hervorragenden Zustand versetzt werden.