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Sturm auf Nordstrand Autofähre leckgeschlagen – keine Verletzten

Von shz.de | 18.03.2018, 18:00 Uhr

Seenotretter, Feuerwehrleute und Reederei-Mitarbeiter müssen im Hafen von Strucklahnungshörn die Autofähre „Insel Amrum“ leerpumpen.

Beim Anlegen im Hafen von Strucklahnungshörn auf Nordstrand hat die Autofähre „Insel Amrum“ am Sonnabend laut einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einen starken Wassereinbruch erlitten. „Die Seenotretter waren mit einer Tauchpumpe des Seenotrettungskreuzers Eiswette als erste Einsatzkräfte vor Ort“, teilte Pressesprecher Christian Stipeldey mit. Passagiere, Besatzung und geladene Fahrzeuge der Fähre seien unversehrt an Land gelangt.

Den Unfallhergang schilder die DGzRS wie folgt: „Gegen 14.20 Uhr wollte die 55 Meter lange ,Insel Amrum’ von Pellworm kommend am Anleger von Strucklahnungshörn auf Nordstrand festmachen. An Bord befanden sich zwölf Fahrgäste, sechs Besatzungsmitglieder, drei Pkw und ein Anhänger. Wohl aufgrund des starken Ostwinds kollidierte das Schiff dabei mit einer Ecke der Spundwand. Als die Fahrgäste die Fähre verlassen wollten, drang Wasser in die „Insel Amrum“ ein. Die Besatzung alarmierte über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 die Seenotretter.“ Die Crew des nur wenige Meter entfernt stationierten Seenotrettungskreuzers „Eiswette“ hörte mit und reagierte sofort: „Wir haben unsere Tauchpumpe zu der Fähre gebracht und begonnen, das eindringende Wasser zu lenzen“, berichtete Vormann Stefan Paulsen.

Landseitig übernahmen wenig später die Freiwilligen Feuerwehren Nordstrand, Hattstedt und Husum, das Technische Hilfswerk Husum und die Wasserschutzpolizei gemeinsam mit Mitarbeitern der Reederei alle weiteren Maßnahmen, um die Fähre endgültig zu lenzen (leerzupumpen) und das Leck abzudichten.

Die „Insel Amrum“ ist die Reservefähre der Neuen Pellwormer Dampfschiffahrts-Gesellschaft (NPDG). Sie verkehrt als Vertretung für die „Pellworm I“, die sich derzeit in einer Werft befindet. Den Liniendienst zwischen Nordstrand und Pellworm soll laut DGzRS nun vorerst eine Fähre der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) übernehmen.