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Humanoider Roboter muntert die kleinen Patienten auf

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

von
erstellt am 06.Okt.2017 | 10:15 Uhr

Der kleine Roboter „Zora“ hat alles, was sich Kinder wünschen: Er blinkt, spricht, bewegt sich – und tanzt auf Wunsch sogar den Gangnam-Style. „Man verliebt sich ganz einfach in ihn“, sagt deshalb auch Stefanie Fimm, Leitende Physiotherapeutin am UKSH.

Zora ist einer von zwei Robotern am Universitätsklinikum in Kiel und damit der erste humanoide Roboter in einer deutschen Kinderklinik. Später soll Zora auch in Lübeck dabei helfen, den kleinsten Patienten nicht nur ein Lächeln zurück ins Gesicht zu zaubern, sondern diese auch etwa bei therapeutischen Übungen zu unterstützen und zu begleiten. Mit Zora will das UKSH eine Vorreiterrolle einnehmen und gezielt hochmoderne Technik zum Wohl der Patienten einsetzen. Gemeinsam mit Stefanie Fimm und Klinikclown Dr. med. Wurst (Harald Roos) wird Zora künftig auf den Klinik-Stationen für Unterstützung sorgen. Welche das konkret sein wird, steht noch nicht fest. „Wir müssen erst einmal gucken, was Zora kann und welche Patientengruppen für sie infrage kommen“, verdeutlicht Stefanie Fimm. Neben der Kinderstation ist auch die Geriatrie mit älteren und Demenzpatienten als Einsatzort für Zora denkbar. „Es ist eine nette Interaktion mit ihr, und man fängt schnell an, sie zu mögen.“

Prof. Dr. Ulrich Stephani, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, hat weitere Ideen: „Zora kann beispielsweise Patienten daran erinnern, Tabletten oder Flüssigkeit zu sich zu nehmen.“ Wie ein Computer kann das Tätigkeitsfeld des humanoiden Roboters durch die Installation entsprechender Programme erweitert werden. Aktuell verfügt er über 20 Sprachmodule und etwa 30 Übungen zur physiotherapeutischen Unterstützung. „Seit Einführung im Juli sind wir jetzt immer noch in der Startphase. Es gibt viele Dinge, die wir ausprobieren müssen“, erläutert Stefanie Fimm. Programmiert wird Zora von der IT des UKSH. Der Roboter wird dann unauffällig mit einem Tablet-Computer aktiviert. „Wir müssen uns nun überlegen, womit wir Zora neben ihren Standard-Fähigkeiten bespielen lassen wollen. Was wollen wir, das Zora kann? Danach kann sie auch in Lübeck eingesetzt werden. “ Alle für das Vorhaben Verantwortlichen betonen jedoch, dass der Roboter keine Auswirkungen auf Arbeitsplätze habe. Zora sei kein Personenersatz, sondern ein zusätzlicher Benefit für die Patienten.

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