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Verkehr : Horror-Sonntag: Drei Tote bei Unfällen in Itzehoe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Fahranfänger rammt auf der B 77 einen Baum und zwei Männer sterben auf der B 5

Grausame Bilder boten sich den Rettungskräften bei zwei Einsätzen in Itzehoe in der Nacht zu gestern. Bilanz: Drei Tote und drei Schwerverletzte. „An so ein Horrorwochenende mit zwei Einsätzen in einer Nacht und so vielen Toten kann ich mich nicht erinnern“, sagte Itzehoes Wehrführer Peter Happe unserer Zeitung.

Gestern früh, um 6.01 wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt auf die B 5 gerufen. Zwischen den Anschlussstellen Itzehoe-Süd und -West war der 28-jährige Fahrer eines Opel Zafira Richtung Süden in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem VW Golf zusammengestoßen. Zwei Männer (38 und 30 Jahre), die darin saßen, waren sofort tot, der 31-jährige Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt ins Klinikum gebracht – ebenso wie der Fahrer des Opels. Dessen 59-jähriger Beifahrer wurde schwer verletzt. Alle Männer stammen aus Polen. „Ein merkwürdiger Zufall, dass zwei polnische Autos gerade hier in der Baustelle zusammenstoßen“, sagte Happe. Fünf Stunden blieb die Straße gesperrt. Auf jeden Fall sei der Fahrer des VWs zu schnell unterwegs gewesen. In der Baustelle sind die Fahrspuren verengt. „Dort hat es immer mal Unfälle gegeben, aber nie so einen heftigen“, sagt Happe. „Die Unfallursache ist unklar, glatt war es nicht. Es kann aber sein, dass der Fahrer des Opels eingeschlafen ist“, sagte Happe. Unfallsachverständige müssen den Fall jetzt klären.

Nur wenige Stunden zuvor waren die Retter schon einmal zu einem tödlichen Unfall gerufen worden. Auf der Bundesstraße 77 Richtung Norden war ein 19-jähriger Fahranfänger nach einer Kurve nach links von der Straße abgekommen und quer gegen einen Baum geprallt. Sein BMW wurde in zwei Teile gerissen, der junge Mann aus Hohenaspe starb noch an der Unfallstelle. „Zeugen haben berichtet, dass der Mann sie mit erheblich zu schneller Geschwindigkeit überholt hat“, sagte Wehrführer Happe. Glatt sei die Straße auch hier nicht gewesen, Unfallsachverständige klären nun die Ursache.

„Es waren grausame Bilder, die sich uns geboten haben“, so Happe. Die Kameraden müssten die Vorfälle erst noch verarbeiten, sie haben auch die Möglichkeit, sich psychologisch betreuen zu lassen.

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erstellt am 30.Nov.2014 | 17:48 Uhr

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