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Lanz-Bulldog-Treffen : Zwölf alte Dreschmaschinen arbeiteten nebeneinander

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum 40. Mal fand das Trecker-Treffen in Brokstedt statt.

Neumünster | „Es ist eine einmalige Veranstaltung“, betonte der Vorsitzende des Lanz Bulldog Clubs Schleswig-Holstein, Michael Bollweg. Anlässlich der 40. Veranstaltung gehörten die zwölf Dreschsätze auf dem Speedwayring in Brokstedt eindeutig zum Höhepunkt des Tages mit wieder einer überwältigenden Anzahl von Besuchern auch auf dem angrenzenden Flohmarkt. „Ich kenne kein Beispiel dafür, dass in Deutschland mal so viele Dreschmaschinen nebeneinander gearbeitet haben“, sagte Bollweg.

Hingucker war die 100 Jahre alte Lanz-Dampf-Lokomobile aus dem Museumsdorf Hösseringen in Niedersachsen. Die Maschine war vor 24 Jahren als Re-Import aus Brasilien nach Deutschland gekommen. Der Museumsverein hatte die Dampfmobile im Rahmen einer ABM-Maßnahme mit einem Schlossermeister in Stand gesetzt. „Die Drescherei ist ja gewaltig“, entfuhr es auch Wilhelm Lütje aus Schenefeld, der sich einen 35-PS-Lanz ganz genau anguckte.

Für Aufsehen sorgte auch Hans Kruse aus Brickeln im Kreis Dithmarschen, der mit seiner Truppe und zwei Planierraupen gekommen war. Sechs Monate haben sie nach Feierabend und am Wochenende daran gearbeitet, um die beiden Oldies bis zu diesem Lanz-Bulldog- Treffen fit zu machen.

Clubs aus Sachsen, Hessen und Bayern waren schon am Vortag angereist, und am Veranstaltungstag selbst waren auch die erwarteten Skandinavier zu sehen und zu hören. 44 Ehrungen für jeweils 25-jährige Clubmitgliedschaft wurden am Vorabend vorgenommen. Für die passende Stimmung sorgte die Band „Sixty 5“ aus Elmshorn.

Eine kurze Anreise hatten die Sarlhusener Uwe Schröder, Jochen Rixen, Gero Wilczek und Jürgen Delfs. Mit ihren zusammen über 250 Jahre alten Motorrädern und Mokicks drehten sie am Vorabend kräftig ihre Runden. Genau das war nämlich am Veranstaltungstag aufgrund der vielen tausend Besuchern nicht mehr möglich. Schwierig war es auch für spät angereiste Fahrer, überhaupt noch einen Platz im Stadion zu bekommen. Viele mussten den Vatertag im Fahrerlager ausharren.

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erstellt am 30.Mai.2014 | 07:00 Uhr

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