Neumünster : Zwischen Karussell und Zuckerwatte

Auf dem Jahrmarkt war gestern nochmal gut was los.
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Auf dem Jahrmarkt war gestern nochmal gut was los.

Schausteller sind mit den Besucherzahlen zufrieden. Auch Polizei spricht von entspanntem Wochenende.

shz.de von
08. Mai 2018, 11:00 Uhr

Neumünster | Bei strahlendem Sonnenschein zog es viele Neumünsteraner auf den Jahrmarkt, der am vergangenen Wochenende auf dem Jugendspielplatz Halt machte. „Ich hatte gedacht, es kommen deutlich weniger Menschen zu uns“, sagt Ludolf Fock, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Schleswig-Holstein im Hinblick auf das sehr gute und warme Wetter. Er hatte vermutet, dass die Leute lieber im heimischen Garten grillen oder an den Einfelder See fahren. Auch durch die Kommunalwahl befürchtete er, dass weniger Besucher den Weg zum Jahrmarkt finden würden. Doch die Neumünsteraner enttäuschten ihn nicht. „Es waren zu jeder Zeit Leute hier. Gegen Abend wurde es zwar weniger, aber das kennen wir ja. Wir sind sehr zufrieden“, so Fock.

Insgesamt 64 Schausteller aus ganz Deutschland stellten den letzten offiziellen Frühlingsmarkt in Schleswig-Holstein auf die Beine. Im Gepäck hatten sie nicht nur Leckereien wie Zuckerwatte, sondern vor allem ihre meist rasanten Fahrgeschäfte. Die kleinen und großen Besucher vergnügten sich auf acht Kinder-Karussells und vier Fahrgeschäften für Erwachsene, darunter auch einige Neuheiten wie das mobile Planetarium, in dem dieBesucher auf künstliche Sterne schauten.

Vor allem Theo Krauel (8) wird den Markt vermissen. „Ich liebe Dosenwerfen, aber auch die anderen Geschäfte mag ich sehr“, sagt der Falderaner. Jedes Mal muss Mutter Coco mit dem Achtjährigen auf den Rummel. „Ich hab das Gefühl, der Jahrmarkt wird jedes Mal kleiner, dafür aber teurer. Aber der Kleine ist so gerne hier, dann komme ich natürlich mit“, sagt sie. Dieses Mal hatten sie es jedoch erst am Montag geschafft.

Polizeisprecher Sönke Hinrichs sprach von einem entspannten Wochenende für die Beamten. „Es ist um den Jahrmarkt relativ ruhig geworden. Wir hatten keine besonderen Einsätze“, sagt er. Allerdings könne er noch keine abschließende Bilanz ziehen. Auch die Mitarbeiter des DRK sprachen von einem ruhigen Wochenende.

Vom 3. bis zum 6. August wird der Jahrmarkt wieder in der Stadt sein – auf dem Großflecken.

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