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Holsteinischer Courier

23. September 2017 | 13:14 Uhr

Timmaspe : Zweite Umleitung führt über Aukrug

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bürgermeisterin will Timmasper mit einem Rundschreiben informieren. Die Entlastung soll vor dem Schulbeginn greifen.

von
erstellt am 29.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Timmaspe | Die Verkehrssituation in Timmaspe soll sich in den kommenden Tagen entschärfen. Dafür wird die aktuell bestehende Umleitung ergänzt. Sie leitet den Verkehr von der derzeit zwischen Timmaspe und der Abfahrt Nortorf/Bargstedt gesperrten Landesstraße 328 beidseitig durch den Ort. „Damit wollen wir den Lkw-Begegnungsverkehr aus Timmaspe rausnehmen“, bestätigte Matthias Forster, Bereichsleiter Straßenbau beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) Schleswig-Holstein in Rendsburg.

Wenn alles glatt geht, dann soll der aus Richtung Rendsburg kommende, überörtliche Schwerlastverkehr schon ab Mitte dieser Woche nicht mehr durch Timmaspe, sondern über die L 121 durch Gnutz und Aukrug-Innien zur B 430 und von dort in Richtung A 7 zur Anschlussstelle Neumünster-Mitte geleitet werden (siehe Grafik). In Richtung Nortorf/Rendsburg sollen die Lastwagen auch weiterhin die bereits bestehende Ausweichstrecke durch Timmaspe hindurch benutzen.

„Natürlich wollen wir diese Maßnahme so schnell wie möglich umsetzen“, erklärte Matthias Paraknewitz, Leiter der LBV-Niederlassung Rendsburg. Allerdings fehlt noch der letzte Haken an der Sache, da noch nicht die Zustimmung aller Beteiligten vorliege. Timmaspes Bürgermeisterin Meike Derner kann mit der geplanten Lösung gut leben: „Am wichtigsten ist es, dass die Schulkinder sicher zur Schule kommen, wenn die am 5. Mai wieder los geht.“ Ganz ausschließen könne man problematische Begegnungen von Schwerlast-Fahrzeugen zwar schon auf Grund des landwirtschaftlichen Verkehrs in und um Timmaspe nicht, das Risiko werde aber durch die neue Ausweichstrecke deutlich minimiert.

Beim Aufeinandertreffen zweier entgegenkommender Lastwagen auf der Dorfstraße in Timmaspe muss dort im Moment noch ein Fahrzeug zum Teil auf den Gehweg ausweichen. Dort sowie auf der aus Timmaspe nach Gnutz führenden Kreisstraße 46 hatte es binnen weniger Tage schon zwei Unfälle gegeben. Am Freitag wurden neue Umleitungsschilder in Auftrag gegeben. Voraussichtlich wird die Aufstellung am Mittwoch oder Donnerstag dieser Woche erfolgen. „An alle Timmasper Haushalte wird es dazu ein Rundschreiben geben. Zudem werde ich die Bitte an die Landwirte aussprechen, wegen der besonderen Situation besonders vorsichtig zu fahren“, sagte Bürgermeisterin Meike Derner.

Wenig begeistert, aber durchaus verständnisvoll reagierte Aukrugs Bürgermeister Nils Kuhnke auf die Nachricht. „Davon weiß ich bis jetzt zwar noch gar nichts“, sagte er: „Aber wenn das jetzt die sinnvollste und verkehrstechnisch vernünftigste Lösung ist, dann wird auch Aukrug seinen Teil dazu beitragen. Schließlich wollen auch wir die Landesstraße benutzen.“ Ähnlich bewertet sein Gnutzer Amtskollege Markus Mehrens die neue Lage: „Natürlich ist das für Gnutz eine deutliche Mehrbelastung. Aber wir kennen das ja schon, wenn zum Beispiel die Autobahn gesperrt ist. Außerdem fordern alle die Sanierung der maroden Straßen – und irgendwo muss der Verkehr schließlich durch, wenn dort etwas gemacht wird. Nun müssen wir eben 14 Tage lang da durch.“

Die Sperrung für die Fahrbahnsanierung der Landesstraße 328 begann am Dienstag vergangener Woche. Die Bauarbeiten sollen am 15. Juni abgeschlossen sein. Die dafür notwendige Vollsperrung der L 328 erfolgt in drei Abschnitten. Noch bis zum Sonntag, 18. Mai, soll die aktuelle Sperrung bestehen, ehe der zweite Abschnitt in Angriff genommen wird.


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