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Boostedt : Zweite Kita steht wieder auf dem Prüfstand

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In Boostedt haben alle Kinder einen Platz. Die dritte U 3-Gruppe im Bergheim startet am 15. August.

Boostedt | Die Einrichtung einer zweite Kindertagesstätte (Kita) in Boostedt (der Courier berichtete) steht wieder auf dem Prüfstand. Nach Einschätzung von Bürgermeister Hartmut König (CDU) wird diese nun doch nicht benötigt. „Für das kommende Jahr haben alle Kinder einen Platz. Und auch für die nächsten Jahre sind keine wesentlichen Überhänge zu erwarten. Deshalb sehe ich für eine zweite Kita keinen Bedarf mehr“, erklärte er auf der Sitzung der Gemeindevertretung am Montag.

Bestätigt wurde dies auch vom Leiter der bestehenden Kita, Hartmut David. „Nach den neuesten Prognosen reichen die vorhandenen Plätze aus. Denn die Anmeldungen werden in den kommenden Jahren zurückgehen, da die Gemeindeentwicklung im Hinblick auf die Kinderzahl nahezu abgeschlossen ist“, erläuterte er am Rande der Sitzung gegenüber dem Courier.

Im Februar und März hatte es Sozialausschusssitzungen mit großer Elternbeteiligung gegeben: Über 40 Plätze fehlten im Krippen- und Kitabereich. Nun haben sich die Eltern wohl anders orientiert oder hatten ihre Kinder in verschiedenen Einrichtungen angemeldet.

Wehren musste sich König gegen den Vorwurf von Bernd Schauer (Fraktionsvorsitzender der SPD), der dem Bürgermeister vorhielt, den im April gefassten Beschluss zur Einrichtung einer zweiten Kita (der Courier berichtete) mit seiner Aussage zu ignorieren. „Ich finde, es ist ein komisches Vorgehen, wenn sich der Bürgermeister für einen Beschluss der Gemeindevertretung plötzlich nicht mehr interessiert. Und wenn neue Fakten auf dem Tisch liegen, ist es doch an Ihnen, uns diese umgehend mitzuteilen“, sagte er.

König hielt dem entgegen, dass er die Zahlen erst seit dem Morgen kenne und ansonsten ordnungsgemäß weitergearbeitet hätte. „Es hat weitere Gespräche mit der Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) zur Nutzung des Hauses A  5 (der Courier berichtete) gegeben. Aber es ist immer noch eine Anzahl von Fragen offen“, erklärte er.

Letztlich soll sich nun der zuständige Ausschuss für Jugend, Sport, Senioren und Soziales unter dem Vorsitz von Hans-Heinrich Duggen (SPD) weiter mit dem Thema beschäftigen. Auf jeden Fall eröffnet wird jedoch zum 15. August die dritte U 3-Gruppe in den Räumen des Bergheims (der Courier berichtete). Diese Option hat sich die Gemeinde für die kommenden zwei Jahre gesichert.

Angenommen wurde, nach weiterer Diskussion, außerdem der Antrag der CDU, nun endlich die Sanierung des seit Jahren maroden Ganges, der in der Kita von einer U  3-Gruppe genutzt wird, in Angriff zu nehmen (der Courier berichtete). Die konkreten Planungen dazu sollen nach den Sommerferien erfolgen.
Mehrheitlich (gegen die Stimmen der SPD, mit einer Enthaltung) entschieden sich die Gemeindevertreter für den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes für das Gebiet zwischen Twiete und Friedrichswalder Straße. Von der SPD nicht mitgetragen wurde der Beschluss, da die geplante Erweiterung der Amtsverwaltung (der Courier berichtete) auch ohne eine Änderung möglich wäre. „Uns drängt sich hierbei der Verdacht auf, dass die CDU mit der Überplanung der Fläche wieder einmal Investoren glücklich machen will und die Boostedter dafür in der Dorfmitte eine wichtige Grünfläche verlieren werden“, erklärte Bernd Schauer nach der Sitzung.

Grundsätzlich sprach sich die Gemeindevertretung allerdings dafür aus, dem Amt gemeindliches Land für den Erweiterungsbau zu einem Quadratmeterpreis in Höhe von 125 Euro, zu verkaufen. Voraussetzung dafür sei jedoch ein Nachweis der Notwendigkeit sowie die Vorlage einer Detailplanung, da Boostedt als größte Gemeinde schließlich den Löwenanteil der Kosten trage.

Mit dem einstimmig gefassten Abwägungs- und Satzungsbeschluss zur Außenbereichssatzung Latendorfer Straße 7-17 ermöglichten die Gemeindevertreter an dieser Stelle nun den Bau von zwei weiteren Häusern.

Ebenfalls akzeptiert wurde der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes
„Waldkater“.  

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erstellt am 29.Jun.2016 | 07:00 Uhr

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