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Lesung mit David Fermer : Zweisprachiger Ritt auf der Welle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jugendbuchautor David Fermer las in einer interaktiven Veranstaltung mit Neuntklässlern der Gemeinschaftsschule Brachenfeld.

von
erstellt am 15.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Neumünster | Prominenter Besuch an der Gemeinschaftsschule Brachenfeld: Der bekannte Jugendbuch-Autor David Fermer hielt gestern für sieben Klassen des neunten Jahrgangs eine interaktive Lesung. Möglich gemacht wurde die Veranstaltung durch die finanzielle Unterstützung des Elternteams „Leseförderung/Bücherflohmarkt“.

„Wir sind während der Jugendbuchwoche in der Stadtbücherei auf David Fermer aufmerksam geworden und wollten ihn unbedingt für eine Lesung gewinnen. Ziel der Veranstaltung ist, die Schüler für Literatur zu begeistern und ihnen einen leichteren Zugang zu Büchern zu verschaffen“, erzählte Edda Schröder vom Elternteam.

Wie das gelingen kann, präsentierte der britische Autor gestern Vormittag eindrucksvoll. Gut gelaunt betrat er den Klassenraum und begann zunächst, in englischer Sprache aus seinem Leben zu erzählen. Geboren in Luzern in der Schweiz, zog er vier Jahre später mit seinen Eltern zurück nach England und wuchs dort in dem kleinen Dorf Cookham Dean auf, „im Ort nebenan wohnte Herzogin Kate Middleton“, fügte er nicht ohne Stolz hinzu. Seine Erzählungen wurden immer wieder zum Dialog mit den Schülern. „Was sind die Unterschiede zwischen meiner Schule und eurer?“, fragte er in die Runde und diskutierte mit den Neuntklässlern über Schuluniformen und Wahlfächer.

Die Schüler waren zu jedem Zeitpunkt aktiver Teil der Lesung – ein Aspekt, der für Fermer von großer Bedeutung ist. „Wenn sie nur passiv zuhören, schalten sie irgendwann ab. Wenn man die jungen Zuhörer nicht einbezieht“, hat man sie ganz schnell verloren“, erklärte der 40-Jährige. Immer wieder wechselte er zwischen Deutsch und Englisch und hielt so die Konzentration bei seinen Zuhörern aufrecht. Gemeinsam mit den Schülern wurde zweisprachig aus dem Buch „Surf4ever“ gelesen, das von drei befreundeten Jungen aus dem westfälischen Bochum handelt, die den großen Traum haben, zum Wellenreiten in ferne Länder zu reisen.

Svea Losigkeit war eine der auserwählten Schülerinnen, die mit Fermer zusammen lesen durfte. Die 15-Jährige war begeistert von der Lockerheit, mit der der Autor zu Werke ging. „Man bekommt einen ganz persönlichen Eindruck vom Buch, wenn man direkt mit einbezogen wird“, sagte sie und fand lobende Worte für die Veranstaltung. „Um ehrlich zu sein, habe ich im Vorfeld erwartet, dass ich eineinhalb Stunden lang vollgequatscht werde, aber die Lesung war sehr unterhaltsam“, sagte die Schülerin.

Das Ziel der Initiatoren, die Schüler für Literatur zu begeistern, scheint zumindest im Fall von Svea Losigkeit aufgegangen zu sein. „Ich kannte David Fermer vorher nicht, aber jetzt werde ich mir definitiv ein oder zwei Bücher von ihm besorgen“, sagte die Schüler nach der Lesung. Nicht unwahrscheinlich scheint zu sein, dass es ihr der eine oder andere Klassenkamerad nachmachen wird.

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