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Grossenaspe : Zwei Waschbären-Findelkinder ziehen in Eekholt ein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Waschbärdame Marie ist nicht mehr allein und hat zwei neue Freunde: Fritz und Oskar

Grossenaspe | Sie sind gerade ein Jahr alt und Findelkinder: Zwei junge Waschbären kamen Mitte April aus einer Wildtierauffangstation in Ostholstein in den Wildpark Eekholt bei Großenaspe, um der Waschbärdame Marie Gesellschaft zu leisten.

Die beiden Findelkinder waren in der Auffangstation aufgepäppelt und gepflegt worden, konnten dort aber nicht auf Dauer gehalten werden. „Da die Eekholter Waschbärdame Marie seit einiger Zeit allein in ihrem Gehege lebte, bot es sich an, diese jungen Waschbären mit Marie zu vergesellschaften“, erklärte Eekholt-Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck.

Zunächst wurden die beiden Waschbären in das bereits fertiggestellte neue Eingewöhnungsgehege direkt neben Marie gesetzt, um sich gegenseitig beschnuppern zu können. Schnell stellte sich heraus, dass die drei Tiere sich sympathisch finden und an allem interessiert sind. „Die kleinen neugierigen Waschbären wären am liebsten gleich zu Marie gezogen, um alles Gewohnte dort etwas auf den Kopf zu stellen. Marie zeigte sich aber selbstbewusst und wies die Neuankömmlinge gleich in ihre Grenzen – Waschbären können drohend knurren, das Fell sträuben und ihr Raubtiergebiss zeigen. Mit der dunklen Fellmaske über den Augen wirkt das Tier dann doch recht respekteinflößend“, berichtete von Schenck.

Nach der kurzen Eingewöhnungszeit verstehen sich Marie und die beiden Jungen, die von den Tierpflegern die Namen Fritz und Oskar bekommen haben, sehr gut. Die Besucher erfreuen sich an den munteren Tieren – besonderes an Fritz, der ganz schön frech und keck ist.

Waschbären stammen ursprünglich aus Nordamerika. 1934 wurden zwei Paare in Nordhessen ausgesetzt, und während des 2. Weltkrieges kamen weitere aus Pelztierfarmen hinzu. Inzwischen sind sie in ganz Deutschland weit verbreitet. Waschbären leben in Laub- und Mischwäldern vorwiegend in Wassernähe. Die Nahrung wird vor dem Verzehr genauestens abgetastet. Geschieht dies im Wasser, entsteht der Eindruck, als würde das Futter gewaschen - daher der Name. Auf dem Speiseplan dieser munteren Tiere stehen Beeren und Früchte, Insekten, Würmer, Schnecken, Frösche, Kleinsäuger, Eier und auch Jungvögel. Waschbären können ein Lebensalter von über 20 Jahren erreichen.


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erstellt am 02.Jun.2017 | 12:09 Uhr

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