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Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 11:39 Uhr

Kinobühne : Zwei Teenager auf Erlebnis-Trip

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kinobühne zeigt Werke von zwei Jungfilmern: „Elise“ erzählt vom Erwachsenwerden / „Schwentineflotte“ dokumentiert Aussteiger

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2017 | 07:10 Uhr

Neumünster | Die Kinobühne dieser Saison geht in die letzte Runde: Das gespannte Cineasten-Publikum erwarten zwei Filme von Jungfilmern aus Schleswig-Holstein – „Elise“ von Moritz Boll und als Vorfilm „Schwentineflotte“ von Hauke Wendt und Marc Schulz, und zwar am Dienstag, 25. April, jeweils um 17.30 Uhr (Einlass 17 Uhr) und um 20 Uhr (Einlass 19.45 Uhr) auf der Bühne des Theaters der Stadthalle.

Der Hauptfilm dreht sich um die junge Abiturientin Elise (Maren Kraus), die mit ihrer Freundin Maria (Carolin Dietrich) einen aufregenden Roadtrip durch Dänemark macht. Das Auto ihrer Eltern wird mit einer Matratze im Kofferraum ausgestattet, dann geht es los. In dem Gefühl der scheinbar grenzenlosen Freiheit lernt sie viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Lebenseinstellungen kennen und landet schließlich bei dem rund 40 Jahre älteren Familienfreund Dorsday Uckhaus (Michael Mendl). Der alte Künstler fasziniert Elise, denn sie identifiziert sich nicht mit den kleinbürgerlichen Werten ihrer Eltern, sondern findet das freigeistige Leben von Uckhaus spannend. Und auch dieser fühlt sich zu der jungen Frau hingezogen und fragt sie, ob er sie nackt zeichnen darf.

„Elise“ ist ein Film übers Erwachsenwerden, über Freiheit und Kunst – gedreht von jungen Leuten aus Kiel mit prominenter Unterstützung von Tagesschausprecher Jan Hofer. Der Film feierte Premiere im Cinemaxx in Kiel, erhielt Standing Ovations und ging auf Kino-Tour durch Deutschland. „Elise“ ist der zweite Film des Kieler Filmemacher-Teams um Moritz Boll, das sich nach dem Erfolg von „Kleinstadfeuer“ – unterstützt durch die Filmwerkstatt der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein – auf nach Dänemark gemacht hat, um mit dem Charakterdarsteller Michael Mendl und Maren Kraus in den Hauptrollen zu drehen. Im Internet: www.moritzbollfilms.de.

Der Vorfilm „Schwentineflotte“ (Folge 1: Ben) ist eine Dokumentationsserie über eine Gemeinschaft bestehend aus
Aussteigern, die versteckt zwischen alten Werften und dem Nordostseekanal im Hafen von Stiekenhörn auf Wohnbooten leben. Die Gruppe besteht aus Individualisten, Alt-Hippies und jungen Idealisten. Für ihr Wohnrecht im Hafen mussten sie hart kämpfen. Tatsächlich ist es der einzige Hafen mit einem legalen Wohnrecht in Deutschland. Die Dokumentation fängt auf humorvolle Weise das unkonventionelle Leben der Bewohner ein und soll auch ergründen, warum sie trotz materieller Armut meist zufrieden mit ihrem Leben sind. Einer der Bewohner ist Ben, er ist der Protagonist der eingereichten Episode. Seit er denken kann, setzt er sich unkonventionell aber leidenschaftlich für diskriminierte und benachteiligte Menschen ein. Aktuell arbeitet er an einem Projekt von und mit Flüchtlingen namens Flüchtlingswerft, bei dem er ihnen in einer alten Lagerhalle zeigt, wie man Boote repariert und den Geflüchteten so eine Perspektive beim Warten auf das Asylverfahren gibt.

Bei den Vorführungen werden Gäste dabei sein: „Erwartet werden sowohl Moritz Boll aus Flintbek, seine Darstellerin Carolin Dietrich als auch Filmemacher Hauke Wendt („Schwentineflotte“), sagt Arne Sommer von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Zu „Elise“ wird auch ein „Making of“ gezeigt.

Karten für beide Vorstellungen gibt es noch im Kulturbüro, sie kosten 4 Euro. Der Courier verlost für seine Leser drei mal zwei Karten für die 20-Uhr-Vorstellung. Wer am Montag, 24. April, zwischen 12 und 12.30 Uhr eine Mail an die Adresse redaktion.neumuenster@shz.de schickt, hat Chancen zu gewinnen. Beantwortet werden muss eine Frage: In welcher Stadt gibt es den einzigen legalen Wohnhafen Deutschlands? Teilnehmer sollten eine Handynummer angeben, damit sie kurzfristig erreichbar sind.

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