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Gadeland : Zwei Rohrbrüche: 100 Haushalte ohne Wasser

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Sonnabend gab es kein Wasser an der Tilsiter Straße, am Sonntag entlang der Segeberger Straße.

von
erstellt am 27.Jan.2014 | 07:15 Uhr

Gleich zweimal mussten am Wochenende der Bereitschaftsdienst der Abteilung Wasser von den Stadtwerken (SWN) sowie Mitarbeiter der Tiefbaufirma Krebs & Suhr nach Gadeland ausrücken. Am Sonnabend gab es einen Rohrbruch unter der Tilsiter Straße, am Sonntag zerbarst nur wenige hundert Meter entfernt ein Wasserrohr unter der Segeberger Straße am Geilenbek. Mehr als 100 Haushalte waren am Wochenende stundenlang ohne Wasser.

Mehrere Anlieger meldeten sich am Sonnabend gegen 13 Uhr bei den SWN, weil sie aus dem Erdreich sprudelndes Wasser bemerkt hatten. Kurze Zeit später waren die Stadtwerke-Mitarbeiter vor Ort und trennten die entsprechende Stelle vom Rohrnetz. Die Folge: Bis zum Abschluss der Reparatur gegen 21 Uhr hatten 39 Haushalte der kompletten Tilsiter Straße sowie von Teilen der Norderstraße sowie des Würen kein Frischwasser.

Sogar in 65 Haushalten entlang der Segeberger Straße sowie an der Möhlenkoppel kam dann ab Sonntagvormittag kein einziger Tropfen mehr aus dem Hahn. Ein Rohrbruch an der Brücke über den Geilenbek war gegen 8.50 Uhr bemerkt worden. Da die Leitung hier sehr tief liegt, musste zunächst schweres Gerät herbeigeschafft werden. Dafür wurden zwei Fahrspuren der Segeberger Straße gesperrt. Insgesamt zehn Mitarbeiter waren bis in den Abend hinein damit beschäftigt, das Leck zu reparieren. Erst gegen 18.30 Uhr war wieder alles fertig.

Als Grund für die beiden Rohrbrüche gab SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt gestern die marode Substanz der Rohre und die niedrigen Temperaturen an. „Alter und Frost ist bei diesen Wasserrohren eine schlechte Mischung“, sagte Schmidt mit Blick auf die 54 und 62 Jahre alten Grauguss-Leitungen. In den Nachkriegsjahren habe man nicht so sehr auf Qualität gesetzt, und das räche sich jetzt. „Durch den Frost sind die Schwingungen, etwa durch den Verkehr, stärker im Boden übertragen worden. Dadurch kann es zu Verschiebungen und Rissen im Erdreich kommen – und das drückt auf die Leitungen“, erklärte Schmidt. Das Trinkwassernetz in der Stadt sei an vielen Stellen noch anfällig und werde gegen hochwertigere Kunststoffrohre ausgetauscht. „Das ist ein langfristiges Projekt, das wir Stück für Stück abarbeiten“, so Schmidt.

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