Ratsversammlung in Neumünster : Zwei neue Hallen für den Sport

<p>Die Freiherr-vom-Stein-Schule soll eine Dreifeld-Sporthalle mit schulüblicher Tribüne  bekommen.</p>
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Die Freiherr-vom-Stein-Schule soll eine Dreifeld-Sporthalle mit schulüblicher Tribüne  bekommen.

Die Stein-Schule bekommt eine Dreifeld-Sporthalle mit kleiner Tribüne. Und auch für die KSV-Halle soll ein Ersatz geschaffen werden.

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05. Juli 2018, 08:01 Uhr

Gleich vier Vorschläge gab es in der Ratsversammlung am Dienstagabend zum Neubau einer Dreifeld-Sporthalle für die Freiherr-vom-Stein-Schule. Am Ende entschied sich die Politik überraschend für eine große Lösung: Die Stein-Schule soll eine Dreifeld-Halle bekommen mit den für diese Größe üblichen Zuschauerkapazitäten von rund 250 Plätzen. Außerdem soll die Verwaltung einen geeigneten Ort suchen, an dem ein Ersatz für die KSV-Halle gebaut werden kann. Diese Halle soll eine Tribüne für 800 bis 1000 Zuschauer haben.

Der Bau- und Vergabeausschuss hatte sich zuvor für eine Halle ohne große Tribüne bei der Stein-Schule ausgesprochen und um Prüfung einer Halle mit bis zu 1000 Besucherplätzen an anderer Stelle gebeten. Im Schul-, Kultur und Sportausschuss kam die Anregung, einen anderen Standort für die Schulsporthalle zu prüfen (der Courier berichtete).

In dem Punkt, eine neue Halle zu bauen, die bis zu 1000 Zuschauer fasst, glichen sich die Änderungsanträge, die im Rat von CDU und SPD eingebracht wurden. „Der Spitzensport in Neumünster braucht eine geeignete Halle“, sagte Gerd Kühl. Er deutete an, dass es bereits einen Investor gebe, der Interesse daran hat, das Gelände der KSV-Halle gewerblich zu nutzen. „Der KSV soll sich Büroräume mieten“, schlug Kühl vor.

Allerdings forderte die CDU, dass die Dreifeld-Sporthalle an der Stein-Schule nach den Plänen der Sporthalle in der Immanuel-Kant-Schule gebaut werden soll. Die Kant-Halle verfügt über eine ausfahrbare Tribüne. „Diese Halle ist ideal und hat sich bewährt“, so Kühl.

Das sah Bernd Delfs (SPD) anders: Er sprach sich dafür aus, sich alle Freiheiten zu lassen, zumal der Auftrag extern vergeben werde und man die Pläne der Kant-Halle nicht ohne Weiteres nutzen könne. Auch Sven Radestock (Grüne) argumentierte: „Wir können uns an der Kant-Halle orientieren, sollten uns aber nicht so starr auf das Modell festlegen, sondern das offener halten.“

Dass Handlungsbedarf besteht, ist für Bernd Delfs unbestritten: „Die Schule ist energetisch in keinem guten Zustand und mit Blick auf die Umkleiden wird klar: Es muss was passieren. Wenn wir zwei Hallen bauen wollen, bin ich der letzte, der Nein sagt“, so der Schulausschuss-Vorsitzende. Er wies zudem auf die begrenzte Parkplatzkapazität an der Freiher-vom-Stein-Schule hin. „Da ist wenig Platz für eine große Zahl an Zuschauern.“ Die Halle der Stein-Schule soll auch von Schülern der Vicelinschule und der Theodor-Litt-Schule mitgenutzt werden.

Nachdem der CDU-Änderungsantrag mit der Orientierung an der Immanuel-Kant-Schule knapp abgelehnt wurde, votierten die Ratsmitglieder mehrheitlich für den offener gefassten SPD-Antrag und einstimmig für den Bau der Dreifeld-Halle mit schulüblicher Tribüne sowie für die Standortsuche eines KSV-Ersatzbaus, der auch das Parken für bis zu 1000 Zuschauer ermöglichen soll. Mehr aus dem Rat auf S. 9

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