Ermittlungen nach Bränden : Zwei Mal waren Brandstifter am Werk

Der Pferdestall an der Ecke Stoverweg / Rendsburger Straße wurde trotz des Einsatzes der Feuerwehrleute stark in Mitleidenschaft gezogen.
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Der Pferdestall an der Ecke Stoverweg / Rendsburger Straße wurde trotz des Einsatzes der Feuerwehrleute stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die Feuer in der Innenstadt wurden offenbar von Unbekannten gelegt. Ein technischer Defekt entzündete den Pferdestall in Tungendorf.

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19. Mai 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | Nach den drei Bränden am vergangenen Wochenende dauern die Ermittlungen der Kriminalpolizei noch an. Das teilte Polizeisprecher Sönke Hinrichs gestern auf Nachfrage mit. In zwei Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus. Bei dem ersten Feuer in einem Pferdestall wird ein technischer Defekt als Ursache immer wahrscheinlicher.

Am Sonnabend gegen 12.30 Uhr stand das rund 300 Quadratmeter große Stallgebäude plötzlich in Flammen (der Courier berichtete). Dichter Rauch zog durch Tungendorf, so dass die Anwohner per Radiodurchsage gebeten wurden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren aus Tungendorf-Stadt und -Dorf waren stundenlang mit rund 40 Kräften im Einsatz. Wie hoch der Schaden ist, war auch zwei Tage nach dem Brand noch nicht klar. „Die Scheune des Pferdehofes ist nach aktueller Betrachtung nicht komplett ein Raub der Flammen geworden, wenngleich Gebäudeschaden durch die Zerstörung des Daches vorliegt. Darunter gelagerte Gegenstände wurden durch Löschwasser beeinträchtigt“, erklärte der Polizeisprecher. Die Ermittler gehen zurzeit von einem technischen Defekt aus. „Anhaltspunkte für eine Brandlegung liegen nicht vor“, so Hinrichs.

Anders sieht es bei den beiden Bränden aus, die am späten Sonnabendabend die Einsatzkräfte in der Innenstadt in Atem hielten. Gegen 21.30 Uhr stand auf dem Parkplatz hinter der Commerzbank am Kuhberg plötzlich ein Holzverschlag mit Mülltonnen in Flammen (der Courier berichtete). Auch hier zog dichter Rauch durch die Straßen. Die Beamten der Berufsfeuerwehr hatten das Feuer nach wenigen Minuten gelöscht. Allerdings mussten die Kräfte wenig später um 22.50 Uhr erneut ausrücken. Diesmal brannte ein Papiercontainer an der Gaststätte Zur Mühle an der Mühlenbrücke.

„Die Containerbrände dürften durch Brandlegung entstanden sein“, erklärte der Polizeisprecher. Ob sie vorsätzlich oder fahrlässig – zum Beispiel durch eine noch glimmende Zigarette – gelegt wurden, ist allerdings unklar. Auch in diesen beiden Fällen steht die Schadenshöhe noch nicht fest. Die Polizei bittet Zeugen, die etwas zu den beiden Bränden in der Innenstadt sagen können, um Hinweise unter Tel. 94 50.



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