Wasbeker Strasse / Schillerstrasse in Neumünster : Zwei Großeinsätze in kurzer Zeit

Weiträumig hatte die Polizei das betroffene Gebäude (rechts) an der Wasbeker Straße nach dem Gasalarm abgesperrt.
Weiträumig hatte die Polizei das betroffene Gebäude (rechts) an der Wasbeker Straße nach dem Gasalarm abgesperrt.

Gaffer filmen Szenen mit ihrem Handy / Es gab keine Verletzten

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18. Februar 2018, 18:29 Uhr

Gleich zwei spektakuläre Großeinsätze hintereinander arbeitete die Berufsfeuerwehr gestern Nachmittag ab. Zunächst war eine Frau in der Schillerstraße auf ein Hausdach geklettert und drohte herunterzuspringen, anschließend gab es einen Gasalarm an der Wasbeker Straße.

Um 14.20 Uhr ging der erste Notruf in der Leitstelle ein. Eine psychisch kranke 49-Jährige war aufs Dach eines Mehrfamilienhauses geklettert und drohte, sich in die Tiefe zu stürzen. „Das war kein leichter Einsatz, aber wir haben es geschafft, sie von ihrem Vorhaben abzuhalten“, sagte Stefan Hennig von der Berufsfeuerwehr. Erschreckend: Viele Menschen aus den umliegenden Häusern verließen ihre Wohnung und filmten den Einsatz mit ihrem Handy. „Diese Gaffer haben sich wohl von ihrem Fernseh-Programm bei RTL 2 mal kurz entfernt und sonst nichts zu tun“, kommentierte ein verärgerter Helfer. Die Frau wurde mit der Drehleiter sicher auf die Erde und anschließend ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus gebracht.

Kaum war der Einsatz dort beendet, ging der nächste Alarm ein. „Gasgeruch in einem Gebäude an der Wasbeker Straße“ hieß die Meldung. Die Polizei sperrte den Bereich vor der Stadtbücherei weiträumig ab. „Die Stadtwerke mischen seit Neustem einen geruchsintensiven Stoff dem Gas bei. Einen solchen Geruch konnten wir auch tatsächlich feststellen“, erklärte Stefan Hennig. Allerdings schlugen die anschließend eingesetzten Messgeräte nicht an.

Die Stadtwerke rückten mit einem Technikwagen an und stellten das Gebäude gasfrei. Nach rund 45 Minuten konnte die Straße wieder freigegeben werden und die Einsatzkräfte rückten ein. „Eigentlich wollten wir heute Nachmittag unseren Abteilungsleiter Rettungdienst Karl-Heinz Herrmann mit dem Löschfahrzeug in den Ruhestand fahren. Aber das wird wohl nichts mehr. Der ist wohl schon zu Hause“, meinte Stefan Hennig.

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