Preise : Zwei Auszeichnungen gingen nach Neumünster

Die Preise übergaben Sozialministerin  Kristin Alheit (Mitte) und  Michael Thomas Fröhlich (von links), Hauptgeschäftsführer  des  UV-Nord, an Susi Reinsberger, Personalchefin  der DB-Fahrzeuginstandsetzung,  Nicole Motti, Gesundheitsbeauftragte sowie an  Rüdiger  Ohlsen von der Stadtwerke-Geschäftsführung,  Uwe Krafft,  Schwerbehindertenbeauftragter der Stadtwerke,  und   Renate Weiß, Integrationsbeauftrage der Stadtwerke.
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Die Preise übergaben Sozialministerin Kristin Alheit (Mitte) und Michael Thomas Fröhlich (von links), Hauptgeschäftsführer des UV-Nord, an Susi Reinsberger, Personalchefin der DB-Fahrzeuginstandsetzung, Nicole Motti, Gesundheitsbeauftragte sowie an Rüdiger Ohlsen von der Stadtwerke-Geschäftsführung, Uwe Krafft, Schwerbehindertenbeauftragter der Stadtwerke, und Renate Weiß, Integrationsbeauftrage der Stadtwerke.

Das Werk der Bahn und die Stadtwerke werden mit je 15 000 Euro für die Wiedereingliederung von Mitarbeitern unterstützt.

shz.de von
20. September 2013, 07:30 Uhr

In Kiel wurde gestern bei einer Veranstaltung mit mehr als 200 Gästen das „Aktionsbündnis Schleswig-Holstein“ vorgestellt. Dabei geht es um Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM). Gleichzeitig wurde erstmals die BEM-Prämie an Unternehmen für hervorragende Arbeit auf diesem Feld verliehen. Zwei der fünf Preise gingen nach Neumünster, nämlich an die Fahrzeuginstandsetzung der Deutschen Bahn und an die Stadtwerke (SWN). Die Preise sind mit je 15 000 Euro dotiert.

Im Werk der Bahn wurde schon früh begonnen, die Bedeutung des Erhaltes von hochqualifizierten Arbeitnehmern als Aufgabe anzunehmen und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, hieß es in der Laudatio: „Vor diesem Hintergrund ist das BEM-Verfahren im Unternehmen ein Prozess, der seit Jahren innerhalb der betrieblichen Gesundheitsförderung angesiedelt ist.“ Ein Erfolg der BEM-Verfahren war zum Beispiel die individuelle Gestaltung eines Arbeitsplatzes für einen Mitarbeiter, der eine Dialysetherapie erhält. Am Standort Neumünster beträgt die Beschäftigungsquote von schwerbehinderten Mitarbeitern fünf Prozent.

Die Stadtwerke haben ihr BEM-Team um einen „externen Sozialdienst“ erweitert. Eine Expertin im Sozialbereich kennt alle Möglichkeiten der medizinischen und berufsfördernden Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung und ist auch in der Prävention bei körperlicher und psychischer Belastung tätig. Ergänzend zu den formalen Vorgaben des BEM-Verfahrens haben die SWN ihr BEM um eine regelmäßige Nachhaltigkeitsprüfung ergänzt. Hier werden Gesprächsrunden für Mitarbeiter ohne Teilnahme der Führungskräfte angeboten. „Darüber hinaus nehmen Vertreter der SWN regelmäßig am ,Runden Tisch Neumünster’ teil, richten diesen auch aus und fördern so den Austausch von Ideen und Erfahrungen mit anderen Unternehmen“, hieß es in der Laudatio. Das Aktionsbündnis ist eine gemeinsame Initiative vom Unternehmensverband Nord, der Bundesagentur für Arbeit, dem Sozialministerium sowie den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg. Es bietet Unternehmen „Komplettlösungen“ für die Beschäftigung von behinderten Menschen an.

Seit 2004 ist BEM rechtlich geregelt: Es ist allen Beschäftigten anzubieten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Damit sollen Möglichkeiten gefunden werden, wie die Arbeitsunfähigkeit überwunden werden kann und welche Leistungen helfen, damit der Arbeitsplatz erhalten werden kann.

Die anderen Preisträger sind Metallbau Grebien (Fehmarn), Tischlerei Böhrnsen (Rendsburg) und das Theodor-Schäfer-Bildungswerk (Husum).

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