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Bordesholm : Zusätzliche Wasserproben im Gespräch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SPD befürchtet, dass der verstärkte Anbau von Mais für Biogasanlagen oder die zunehmende Massentierhaltung das Grundwasser belasten könnte.

Auf Antrag der SPD-Fraktion beschäftigten sich die Mitglieder des Bordesholmer Umweltausschusses um den Vorsitzenden Joachim Stoll mit dem Schutz des Grundwassers. Das kostbare Lebensmittel wird von den kommunalen Vorsorgungsbetrieben Bordesholm (VBB) aus drei Brunnen im Bordesholmer Wasserschutzgebiet gezogen, die 35, 55 und 140 Meter tief sind. Gemixt, geprüft und aufbereitet kommt es beim Verbraucher als Trinkwasser an. Damit es so bleibt, fordern die Sozialdemokraten zusätzliche Wasserproben im Schutzgebiet.

Die SPD befürchtet, dass zum Beispiel durch den verstärkten Anbau von Energiemais für die Biogasanlagen oder zunehmende Massentierhaltung in den Kuh- und Schweineställen Gärrückstände aus den Anlagen sowie Güllemengen anfallen, die das Grundwasser nicht mehr verkraftet. Dazu erklärte Peter Goldammer (SPD), dass die VBB aktiv werden sollten und das Oberflächenwasser im Schutzgebiet auf Nitrat und andere Schadstoffe von Fachfirmen untersuchen lassen sollten.

VBB-Geschäftsführer Frank Günther fragte, wer für die zusätzlichen Kosten aufkommen solle. Seiner Aussage nach müsste die Gemeinde dafür einen Kostentitel in den Haushalt einstellen. Denn wenn die VBB die zusätzlichen Proben bezahlen sollte, müssten entweder die Trinkwassergebühren angehoben oder die Gewinnausschüttung an die Gemeinde um den fälligen Gesamtbetrag reduziert werden.

Auf Vorschlag des Amtsdirektors Heinrich Lembrecht kamen die Ausschussmitglieder überein, dass die VBB vorbehaltlich einer Kostenermittlung aktiv werden sollen. Ob die Gemeinde zahlt, soll auf der nächsten Sitzung der Gemindevertretung entschieden werden. Kein Ergebnis gab es beim Grünen-Antrag auf Erlass einer Baumschutzsatzung. Dr. Gabriele Steffen (Grüne) betonte, dass der Baumbestand nach massiven Eingriffen im Zusammenhang auch mit abgeschlossen Bauvorhaben stärker geschützt werden müsse, und zwar über eine gemeindliche Baumschutzsatzung, die die geltende Kreisverordnung von 1981 zum Schutz der Bäume ersetzen soll. Dazu erklärte Amtsdirektor Lembrecht, dass zurzeit Verhandlungen mit der Kreisverwaltung in Rendsburg in puncto Übertragung einer Regelung für den Baumschutz auf die Kommune geführt werden.

Einig waren sich alle darin, dass um den Erlass einer eigenen Baumschutzsatzung zunächst noch einmal in den Fraktionen gesprochen werden muss, um das Thema beim zweiten Schritt interfraktionell zu beraten. Die Mehrheit der Ortspolitiker bestand darauf, dass die Bürger mit ins Boot genommen werden.







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